Integration Flüchtlinge: Stadt Östringen

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Integration Flüchtlinge

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Stimmungsvolle Feier im Zeichen der Integration

Östringen erhält Auszeichnung für vorbildliche kommunale Integrationsarbeit

Ganz im Zeichen der Integration fand am Montag, 16. September, eine sehr gut besuchte Veranstaltung im Foyer des Landratsamtes Karlsruhe statt. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel hatte zur Vorstellung des Integrationskonzeptes verbunden mit der Verleihung des 4. Kreisintegrationspreises eingeladen. „Ein Viertel der 440.000 Einwohnerinnen und Einwohner in unserem Kreis hat einen Migrationshintergrund, davon sind lediglich 2% Geflüchtete, 11% sind ausländische Einwohnerinnen und Einwohner und 12 % Migranten und Migrantinnen. Bereits 2010 haben wir mit der Stelle der Integrationsbeauftragten unseren Fokus verstärkt auf die Förderung der interkulturellen Vielfalt und Öffnung gelegt und mit Verleihung des 1. Kreisintegrationspreises im Jahr 2013 vorbildhafte Projekte in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt“, begrüßte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die zahlreichen Gäste, darunter die Landtagsabgeordnete Andrea Schwarz (Bündnis 90/Die Grünen) sowie als Vertreter des Kreistags Bürgermeister Thomas Nowitzki, (CDU), Bürgermeister Felix Geider, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, Kreisrätin Margarethe Frenzel (SPD), Fraktionsvorsitzende Inge Ganther (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Fraktionsvorsitzender Willy Nees (FDP). „Integration gelingt nur gemeinsam. Über 300 Haupt- und Ehrenamtliche haben sich an der Erstellung unseres Integrationskonzeptes beteiligt und ihre Erfahrungen, Ideen und Ziele eingebracht. Dass so viele Ehrenamtliche und Gemeindevertreter heute Abend hier sind, zeigt, dass wir auf einem sehr guten Weg sind“, so der Landrat.

Dies bestätigte auch Prof. Dr. Wolf-Dietrich Hammann, Ministerialdirektor im Ministerium für Soziales und Integration. „Baden-Württemberg ist ein Einwanderungsland. Die Einwanderung gut zu steuern und die Menschen zu integrieren ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Gelingt Integration, profitieren alle von der Vielfalt und dem Miteinander. Das Integrationskonzept ist dabei ein wichtiges Instrument, damit alle die gleiche Chance haben, am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leben teilzuhaben“, beglückwünschte der Gast aus Stuttgart den Landkreis zu seinem Integrationskonzept, das das Land mit rund 26.000 Euro förderte.

Als Integrationsbeauftragte des Kreises hat Darja Chevalier den landkreisweiten Beteiligungsprozess maßgeblich mitgestaltet. „In Themenabenden und Workshops haben Ehrenamtliche, Integrationsbeauftragte, Migrationsberatungsdienste, Migrantenorganisationen und geflüchtete Personen die drei Handlungsfelder im Integrationsprozess „Sprache und Bildung“, „Arbeit und Ausbildung“ und „Gesellschaftliche Teilhabe“ herausgearbeitet. Dazu haben sie Meinungen ausgetauscht, Ideen eingebracht und Impulse gesetzt, die letztendlich in Form von Zielen und Handlungsempfehlungen im Integrationskonzept zu finden sind. Außerdem werden bestehende Strukturen und Angebote, die im Kreis bereits erfolgreich umgesetzt sind, dokumentiert“, berichtete Darja Chevalier.

Spannend wurde es im zweiten Teil der Veranstaltung, als die Gewinner des Kreisintegrationspreises bekanntgegeben wurden, die von einer Jury bestehend aus Vertretern des Kreistags, der Kirchen, der Migrantinnen und Migranten, interkulturellen Vereinen sowie der freien Wohlfahrtsverbände bestimmt wurden.

In der Kategorie „Innovative und vorbildhafte Integrationsarbeit“ zeichnete die Laudatorin Elke Krämer, Vorsitzende der LIGA der freien Wohlfahrtsverbände, gleich fünf Gewinner aus, die sich ein Preisgeld von 3.000 Euro teilen. Den dritten Preis erhielten die Flüchtlingshilfe Stutensee und der Freundeskreis Asyl Weingarten, mit dem 2. Platz geehrt wurde die Dettenheimer Flüchtlingshilfe. Für ihr herausragendes Engagement, das Kindern und Jugendlichen zeigt, dass ein Mensch mehr ist als Religion, Hautfarbe und Herkunft und dass Teilen reicher macht, nicht ärmer, wurde die Stirumschule Bruchsal um Schulleiterin Liane Blank mit dem 1. Platz ausgezeichnet.

Das jahrelange Engagement von Kurt Kohl aus Kronau, der durch viele persönliche Kontakte Hilfesuchenden bei der Suche nach Arbeits- und Ausbildungsplätzen geholfen hat, der als Job-Coach fungiert und durch seine jahrelange Tätigkeit und sein großes Netzwerk ein unverzichtbarer Ansprechpartner für Kommunen, das Job-Center und weitere Akteure ist, hat die Jury überzeugt und sie ehrte ihn mit einem weiteren 1. Platz.

Ingo Zenkner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt, lobte das Stufenmodell des Karlsruher Instituts für Technologie, Bereich Personalentwicklung und Berufliche Ausbildung. Von Schnuppertagen über Einstiegsqualifizierung bis hin zu eigenem Sprachunterricht sowie Unterstützung bei der Wohnungssuche leiste die Einrichtung vorbildhafte Arbeit zur Integration von Migranten und Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung, führte Ingo Zenkner bei der Verleihung des Kreisintegrationspreises aus.

In der Kategorie „Kommunale Integrationsarbeit“ hatte die Stadt Östringen die Nase vorn. Das Projekt „Östringen is(s)t international – mit Gastarbeitern im Gespräch“ zeigt, dass Integration nicht nur Flüchtlinge betrifft. Die Stadt erkennt damit die Leistung von Zuwanderern für die Gesellschaft an und trägt durch Begegnungsmöglichkeiten dazu bei, dass Vorurteile abgebaut werden und das gegenseitige Verständnis wächst. Bürgermeister Thomas Nowitzki überreichte den Preis in seiner Funktion als Kreisverbandsvorsitzender des Gemeindetags an seinen Östringer Bürgermeisterkollegen Felix Geider und die städtische Integrationsbeauftragte Daniela Blech-Straub.

Passend zum Anlass hat das Forum arabisch-deutscher Songs mit dem Chor Qassioun, der zu den Preisträgern des letzten Kreisintegrationspreises im Jahr 2017 gehört, den Abend musikalisch umrahmt.

Landratsamt Karlsruhe

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