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Jesus zu Pferde – Christliche Traditionen in Chile

„Bei uns muss der Weihnachtsmann schwitzen, er trägt nämlich das gleiche wie hier, aber das bei 35°C“, berichtet Paz Larios beim internationalen Frauentreff im Dezember aus ihrer Heimat Chile, „doch viele Traditionen sind auch sehr ähnlich, zum Beispiel der gemeinsame Kirchgang der Familie mit anschließendem Essen an Heiligabend. Die Geschenke allerdings dürfen die Kinder erst um Mitternacht öffnen.“

Paz Larios kam 2001 nach langer Tätigkeit bei den UN aus der Hauptstadt Santiago nach Östringen. Hier ist sie als Außenstellenleiterin von Östringen bei der Volkshochschule bekannt.

Während ihres abwechslungsreichen Vortrags erfährt der internationale Frauenkreis, dass 72 % der Bevölkerung Chiles Christen sind, etwa zur Hälfte Katholiken und Protestanten. Außerdem leben viele Hindus und Muslime in dem südamerikanischen Küstenland mit einer Länge von 4000 Kilometern.

Chile sei stark europäisch geprägt, erklärt Frau Larios: „Fast alle Chilenen sind immigriert. Die vielen Einwanderer haben ihre Traditionen mitgebracht.“ Jedoch erhielten diese eine chilenische Färbung: Den Osterhasen mit den Ostereiern habe Jesus geschickt, erzählt man den Kindern, und am Karfreitag werde im Süden des Landes der Kreuzweg auf dem Pferd nachgespielt. 

Das mit Abstand größte religiöse Fest Chiles ist das Festival de La Tirana Mitte Juli. Eine ganze Woche lang wird in der kleinen Stadt im Norden des Landes tanzend und in schillernden Kostümen die Jungfrau Carmen, Schutzheilige Chiles, geehrt. Die Straßenumzüge erinnern an den Karneval in Rio.

Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Finanzierung der Kirchen: In Chile gibt es keine Kirchensteuer. Vielmehr lebt die Kirche von dem, was die Gläubigen bereit sind zu spenden. „Ich war richtig schockiert“, gibt die Deutsch-Chilenin zu, „als ich in Deutschland mitbekommen habe: Hier hat die Kirche Geld!“

Beim nächsten internationalen Frauentreff am 23.1. geht es ums Ausmisten und Upcycling. Karola Weber hat inspirierende Ideen für uns im Koffer. Der offene Treff findet von 9–11 Uhr in der Gustav-Wolf-Kunstgalerie statt. Alle Frauen sind herzlich eingeladen.

dbs

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