Aktuelles: Stadt Östringen

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Bürgerservice & Verwaltung in Östringen

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Neues Zuhause Östringen

Interviews mit Flüchtlingen

Im zwölften und letzten Interview der Reihe „Neues Zuhause Östringen“ stellt sich Jamaluddin G. aus Afghanistan vor. Der 32-Jährige wohnt in Tiefenbach und ist ehrenamtlich aktiv. Das Gespräch führte Kevin Forsyth, Bundesfreiwilligendienstler im Integrationsbüro.

Wann sind Sie in Deutschland angekommen?

2016 bin ich in Frankfurt angekommen. Danach war ich für kurze Zeit in Karlsruhe und Bruchsal. In Bruchsal habe ich auch meinen Deutschkurs gemacht. Anschließend wurde ich Östringen zugewiesen.

Was machen Sie beruflich und wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen?

Ich arbeite bei Prokosch in Tiefenbach als Zerspanungstechniker. Bei meiner Arbeit dreht sich vieles um die Verarbeitung von Metall mit Fräsmaschinen. Der damalige Hausmeister der GU, Herr Zorn, hatte Kontakt zu Prokosch. Also habe ich mich dort beworben und wurde nach der Probearbeit eingestellt. Jetzt habe ich auch einen unbefristeten Arbeitsvertrag. In Afghanistan habe ich für lange Zeit im Transportbereich als LKW-Fahrer gearbeitet.

Welche Unterschiede fallen Ihnen zwischen Deutschland und Ihrer Heimat auf?

In Afghanistan ist es nicht sicher, man kann dort kein ruhiges Leben führen. Ich habe ca. drei bis vier Jahre mit den Amerikanern am Flughafen in Herat gearbeitet. Aber die Taliban haben Kontakte in allen Schichten und Bereichen der Gesellschaft. 2015 habe ich einen Bruder durch sie verloren. Im Jahr darauf habe ich meine Familie und Heimat zurückgelassen, um nach Deutschland zu gehen. In Deutschland habe ich gute Erfahrungen mit den Leuten gemacht und hier bin ich sicher. Nur bin ich sehr gestresst wegen meines Asylverfahrens und den langen Wartezeiten bis ich Antworten von Behörden bekomme. So kann ich kein Leben aufbauen.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Ich spiele gerne Fußball mit Freunden und gehe schwimmen. Außerdem fahre ich gerne mit dem Fahrrad durch die Landschaft. Samstags betreibe ich die Fahrradwerkstatt in Östringen.

Wie kam die Fahrradwerkstatt zustande?

Als es noch die GU in Östringen gab, hatte Herr Meier von der Flüchtlingshilfe Östringen die Idee, eine Fahrradwerkstatt aufzumachen. Seitdem führe ich sie alleine. Man kann mich einfach anrufen und einen Termin zur Fahrradreparatur ausmachen. Das Ganze mache ich ehrenamtlich.

Über was freuen Sie sich hier?

Es ist schön ruhig hier in Tiefenbach und ich mag es, kleine Ausflüge mit dem Fahrrad zu unternehmen. Aus GU-Zeiten habe ich noch Kontakt zu Herrn Zorn und Frau Zabler von der Stadtbücherei und treffe mich gerne mit ihnen.

Was sind Ihre Wünsche für die Zukunft?

Ich möchte ein gutes, ruhiges und sicheres Leben in Deutschland haben. Natürlich würde ich auch gerne meine Familie wiedersehen.