Aktuelles: Stadt Östringen

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Bürgerservice & Verwaltung in Östringen

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Neues Zuhause Östringen

Interviews mit Flüchtlingen Interviews mit Flüchtlingen

In der Reihe „Neues Zuhause Östringen“ wird als zehnter Interviewpartner Sharifullah S. aus Afghanistan vorgestellt. Der 23-jährige Azubi lebt seit drei Jahren hier, ist sehr sportlich und engagiert sich als Ehrenamtlicher.

Wann sind Sie in Deutschland angekommen?

Am 3.12.2015 bin ich in Mannheim angekommen, wo ich für drei Monate geblieben bin.
Danach war ich für kurze Zeit in Heidelsheim, und dann bin ich 2016 nach Östringen gekommen.

Was machen Sie beruflich?

Ich mache eine Ausbildung in Hauswirtschaft in der Sankt Elisabeth Klinik in Heidelberg.
Im Bildungszentrum Bruchsal habe ich an einem sechsmonatigen Programm der Arbeitsagentur teilgenommen, in dem ich viele Praktika gemacht und Deutsch gelernt habe. Die Praktika waren in einem Hotel, einem Seniorenheim, bei Rewe und auch ein dreiwöchiges Praktikum in der St. Elisabeth Klinik. Dort hat es mir am besten gefallen.

Wo wohnen Sie?

Ich wohne in einer Dachgeschosswohnung bei Frau Essert im Haus. Sie hat Deutschunterricht in der GU gegeben, wo ich sie kennengelernt habe. Es ist eine ganz liebe und nette Familie, mit der ich auch in Kontakt geblieben bin, als ich in die Anschlussunterbringung in der Johann-Sebastian-Bach-Straße zog. Frau Essert hat mich auf die Wohnung bei ihr angesprochen, und dann konnte ich dahinziehen.

Was fällt Ihnen hier auf verglichen mit Ihrer Heimat?

In Afghanistan ist das Gesetz nicht für alle gleich. Beamte werden bevorzugt und können sich mehr erlauben. Große Probleme sind auch die Korruption und die fehlende Gleichberechtigung in meiner Heimat. Frauen können oft nicht alleine herumlaufen. In den Städten ist es weniger schlimm, aber auf dem Land geht das gar nicht. In Deutschland ist es normal, dass alle gleichberechtigt sind.

Haben Sie besondere Interessen?

Ich bin seit 2017 bei der Östringer Feuerwehr. Die Feuerwehr habe ich zum ersten Mal gesehen, als sie einen Einsatz in der GU hatte. Bei vielen Einsätzen war ich schon selbst dabei. Es sind nette Leute dort und ich lerne neue Menschen kennen.

Außerdem spiele ich noch Volleyball im VBC Östringen. Ich habe Herrn Meier in der GU getroffen und gefragt, ob ich im Verein Volleyball spielen kann. Manchmal gehe ich auch im Wald joggen oder spazieren.

Was könnte Ihrer Meinung nach besser laufen?

Die Busverbindung in Östringen ist sehr schwierig, wenn ich zum Beispiel Frühschicht habe und nach Heidelberg muss. Es wäre gut, wenn es Deutschkurse in Östringen gäbe. Dafür muss man aber nach Bruchsal fahren.

Über was freuen Sie sich hier?

Die Östringer sind nett und freundlich und ich kenne jetzt viele Leute. Leute, mit denen ich über Probleme reden kann. Familie Essert hat mir sehr viel geholfen. Sie sind mir so wichtig, dass ich schon fast meine eigene Familie vergessen hätte.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

Ich will meine Ausbildung fertigmachen und mich in der Hauswirtschaft weiterbilden.
Außerdem möchte ich mich auch bei der Feuerwehr fortbilden und nächstes Jahr meinen Führerschein machen.