Aktuelles: Stadt Östringen

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Neues Zuhause Östringen

Interviews mit Flüchtlingen

Im achten Interview der Reihe „Neues Zuhause Östringen“ stellen sich Dana Z. und Yazan A. aus Syrien vor. Das Ehepaar lebt mit seinen drei Kindern Agiat, Sima und Natei in Odenheim.

Das Interview führte Kevin Forsyth, Bundesfreiwilligendienstler im Integrationsbüro.

Wann sind Sie nach Deutschland gekommen?Y: Vor fast vier Jahren bin ich alleine in der Erstaufnahmestelle Ellwangen angekommen. Danach ging es für sechs Monate nach Linkenheim-Hochstetten. Als ich nach Tiefenbach gezogen bin, kam meine Familie nach.

D: Wir waren zusammen noch ein halbes Jahr in Tiefenbach, bevor wir eine Wohnung in Odenheim gefunden haben.

Was machen Sie beruflich und wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen?
Y: In Syrien hatte ich zwei Jobs. Mittags habe ich Telefonkabel installiert und abends war ich Friseur. In Deutschland habe ich einen Deutschkurs bei der Bequa in Bruchsal gemacht. Jetzt arbeite ich seit einem Jahr bei Firma Berger in Odenheim. Herr Berger ist auch unser Vermieter. So habe ich die Arbeit gefunden.

D: Ich arbeite in den Grundschulen in Östringen und Odenheim. Ich helfe bei der Essensausgabe für die Kinder und beim Abräumen und Spülen des Geschirrs. Momentan arbeite ich dort 20 Stunden im Monat. Durch einen Kurs, den ich beim AAW gemacht habe, bin ich auf die Stelle gekommen.

Wie sind Sie zu Ihrer Wohnung gekommen?
Y: Herr Emmerich hatte Kontakt zu Herrn Berger, unserem jetzigen Vermieter. Herr Emmerich hat uns viel geholfen. Nicht nur bei der Wohnungssuche. Er hat mit unseren Kindern Deutsch und Geschichte gelernt. Bei Mathematik helfe ich selbst.

Was fällt Ihnen hier auf verglichen mit Ihrer Heimat?
Y: Für mich ist alles gleich, außer, dass meine Kinder hier gerne zur Schule gehen. Wenn Schulferien sind, fragen sie oft, wann die Schule wieder anfängt. In Syrien war das leider nicht immer so.

D: Also ich finde, dass die Kulturen ganz anders sind. Für unsere Kinder ist es hier besser.

Haben Sie besondere Interessen?
D: Ich liebe es, mit meinen Kindern oder auch meinen Freundinnen spazieren zu gehen.

Y: Ich spiele gerne Fußball und gehe gerne schwimmen. Wir haben auch einen kleinen Garten, in dem ich Zucchini, Tomaten und andere Pflanzen anbaue. Schon in Syrien habe ich Salben hergestellt aus Kräutern und Ölen. Mein Cousin wurde zweimal bei Bombenexplosionen verletzt. Einmal in Damaskus und das andere Mal in meinem Heimatdorf. Splitter oder Steine, die seine Haut verletzt haben, habe ich mit Salben eingerieben. Die Wunden sind bald besser geworden.

Was wünschen Sie sich?
D: Dass die Kinder gut in der Schule lernen und hier ein besseres Leben haben. Sie sollen eine bessere Zukunft haben.

Y: Ich möchte, dass unsere Kinder auf eine gute Schule und Universität kommen. Außerdem wünsche ich mir ein Auto.

Was gefällt Ihnen an Odenheim?
D: Ich finde Odenheim gut und schön. Die Leute hier sind sehr freundlich und es ist ruhig.

Y: Mir gefällt das Dorfleben besser als das Stadtleben. Im Dorf kann man einfacher Kontakte knüpfen.

Was sind Ihre Träume?
Y: Ich möchte ein großes Haus haben und im Garten Kräuter anbauen, mit denen ich Salben herstellen und verkaufen kann.

D: Ich träume davon, von zu Hause aus arbeiten zu können. Vielleicht einen Laden zu eröffnen und Pflanzen zu verkaufen, die bei uns im Garten wachsen.