Aktuelles: Stadt Östringen

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Bürgerservice & Verwaltung in Östringen

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Anwohner zeigen großes Interesse am Anschluss an die Nahwärmeversorgung

Autor: Anna Dezenter
Artikel vom 08.11.2018

Stadt hat mit enercity Contracting einen starken Projektpartner

In Östringen unterzeichneten jetzt Bürgermeister Felix Geider und Dr. Manfred Schüle, Vorsitzender der Geschäftsführung des bundesweit tätigen Energieanlagenbetreibers enercity Contracting GmbH im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung in der Gustav-Wolf-Galerie den Nutzungs-, Pacht- und Konzessionsvertrag für den Betrieb des in der Kernstadt entstehenden neuen kommunalen Nahwärmenetzes.

Die enercity Contracting GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der enercity AG, vormals Stadtwerke Hannover. enercity contracting betreibt und betreut seit über 20 Jahren in Deutschland etwa 1.200 eigene oder gepachtete Heiz- und Energiezentralen. Das Spektrum der in der Regie von enercity contracting geführten Energieanlagen erstreckt sich von kleinen Heizkesseln im Leistungsbereich um 100 Kilowatt über Mehrkessel- und Dampferzeugungsanlagen mit derzeit bis 17 Megawatt Wärmeleistung bis hin zu größeren Wärmenetzen und Energiezentralen sowie Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.

In Östringen nutzten bei der Projektpräsentation am Montagabend die zahlreich anwesenden Eigentümer von an der Trasse liegenden Immobilien die Gelegenheit, um mehr über die Einzelheiten des Nahwärmekonzepts zu erfahren. Bis Herbst 2020 will die Stadt über ihren mit der Umsetzung des Projekts beauftragten Eigenbetrieb das gesamte, quer durch das Siedlungsgebiet vom Waldbuckel im Norden bis zum Bildungszentrum im Süden reichende Verbundsystem fertigstellen. Schon bis zur Heizperiode 2019/2020 soll außerdem auf dem Gelände des Bildungszentrums die neue Energiezentrale errichtet und einsatzbereit sein.

Während ein erstes Segment des Östringer Nahwärmenetzes im Bereich der Dinkelbergstraße bereits in Betrieb ist und vorübergehend von einem im Untergeschoss der Vereinshalle des Turn- und Sportvereins eingerichteten Heizaggregat befeuert wird, sollen die restlichen Teilstrecken in drei Bauabschnitten realisiert werden. Schon in den nächsten Tagen beginnen umfangreiche Tiefbauarbeiten in der Keltergasse, bei denen im Untergrund auch die Röhren des Nahwärmenetzes verlegt werden. Bis zur Heizperiode 2019/2020 sind auch die erforderlichen Leitungswege im Siedlungsgebiet rund um den Kirchberg und entlang der Saarlandstraße fertig, und im Spätjahr 2020 wird schließlich die dann noch ausstehende Verbindung zur Dinkelbergstraße und zum Waldbuckel hergestellt.

Nach dem gegenwärtigen Stand der Ausarbeitungen für das Östringer Nahwärmenetz kommen innerhalb des Planungsgebiets rund 140 Immobilien für einen Anschluss in Betracht, darunter etliche öffentliche Einrichtungen wie Rathaus und Schulen, zudem die Vereinshallen am Waldbuckel und auch eine Reihe größerer privateigener Objekte mit Geschosswohnungsbau.

Die Vertragsstruktur des Konzepts sieht neben der Nutzungs-, Pacht- und Konzessionsvereinbarung des Eigenbetriebs der Stadt mit der Firma enercity Contracting GmbH außerdem einen Nutzungs- und Pachtvertrag zwischen dem kommunalen Eigenbetrieb und dem privaten Anschlussnehmer und außerdem einen Wärmelieferungsvertrag zwischen der enercity Contracting GmbH und dem Endkunden vor.

Für die Anbindung an das Hauptverteilungsnetz der Nahwärmeversorgung zahlt der Kunde nach Maßgabe der Mustervereinbarung bei einer Leitungslänge auf dem Grundstück von bis zu 8 Metern bei Vertragsabschluss bis zum Jahresende an die Stadt einen pauschalierten Baukostenzuschuss in Höhe von 2.000 Euro brutto, ab 2019 3.000 Euro brutto. Weitere 5.000 Euro brutto werden bei einer Anschlussleistung von bis zu 30 Kilowatt für die sogenannte Übergabestation berechnet, mit der das Nahwärmenetz mit der privaten Hausverteilungsanlage gekoppelt wird; in diesem Betrag sind die Installation und die Herstellung der Betriebsbereitschaft der Übergabestation inbegriffen. Interessierten Immobilienbesitzern wird, gegebenenfalls nach einer Begehung vor Ort, ein konkretes Angebot für den Anschluss an das Nahwärmenetz unterbreitet.  

Wie bei der Veranstaltung weiter dargelegt wurde, beträgt der Grundpreis für die Abnahme von Wärmeenergie nach Inbetriebnahme des Anschlusses 80,92 Euro pro Kilowatt installierter Leistung und Jahr, der Arbeitspreis liegt demnach bei 5,355 Cent brutto pro Kilowattstunde. Zu den Tarifen wird im Wärmeliefervertrag eine Preisgleitklausel vereinbart.

Viele Fragen der Teilnehmer der Informationsveranstaltung anlässlich der Unterzeichnung des Nutzungs-, Pacht- und Konzessionsvertrags mit enercity Contracting hatten nun die konkreten Abläufe im laufenden Betrieb der Nahwärmeversorgung zum Gegenstand. Von enercity Contracting wurde in diesem Zusammenhang hervorgehoben, dass Störungen bei dementsprechenden Systemen ohnehin eine seltene Ausnahme sind. Sollte dennoch einmal eine Fehlfunktion auftreten, wird nach Benachrichtigung der rund um die Uhr erreichbaren Störungsstelle von enercity Contracting die Überprüfung vor Ort binnen zwei Stunden durch den beauftragten Fachdienst garantiert.

Mit ihren Fragen im Zusammenhang mit dem neuen Nahwärmenetz können sich interessierte Eigentümer von Immobilien an der Ausbaustrecke bei der Stadtverwaltung mit der kommunalen Umweltbeauftragten Karin Kußmaul in Verbindung setzen.    

br.