Aktuelles: Stadt Östringen

Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Logo Bürgermeldungen.com
Titel 1
Text 1
Titel 3
Text 3
Bürgerservice & Verwaltung in Östringen

Hauptbereich

Erfahrungsaustausch bei edlen Tropfen

Autor: Anna Dezenter
Artikel vom 06.11.2018

Günter Jauch mit Gattin Thea zu Gast bei Heitlinger / „Meine Frau und ich sind das Auswärtige Amt“

Mit dem Mikrofon in der Hand ein Publikum unterhalten, fröhlich in Handykameras lächeln, auf Speisekarten Autogramm geben: im Großen und Ganzen ein gewohntes Bild bei einer Veranstaltung mit einem prominenten Fernsehmoderator wie Günther Jauch. Doch standen im Restaurant des Weingutes Heitlinger in Tiefenbach weder der Sport oder Schlagzeilenthemen noch „Wer-wird-Millionär“-Fragen im Mittelpunkt, sondern es ging einzig um das Thema Wein.„Winzer zu Gast bei Heitlinger“ ist eine Veranstaltungsreihe, bei der schon seit einigen Jahren Weine aus unterschiedlichen Gebieten vorgestellt werden. Als Eigentümer des Weingutes „Von Othegraven“ in Kanzem an der Saar war nun Günther Jauch mit seiner Frau Thea zu Gast im Kraichgau.Claus Burmeister, Geschäftsführer der Weingüter Heitlinger und Burg Ravensburg von Heinz Heiler, sowie Günther Jauch präsentierten gemeinsam ihre Weine, die zu den fünf Gängen des „kulinarischen Streifzugs durch Baden und die Saar“ ausgewählt worden waren. Dabei forderte der diplomierte Weinbaubetriebswirt Burmeister die 93 Gäste auf, nicht zu vergleichen, welcher Wein besser ist, sondern die Unterschiede zu schmecken. Ein ganz wesentlicher Unterschied liege schon darin, dass es im Anbaugebiet an der Saar wesentlich kühler sei als im Kraichgau und die Reben auf Schieferboden wachsen, so Jauch. Darüber hinaus versuche man im Weingut von Othegraven, den Wein mit so wenig Alkohol wie möglich auszubauen.In von ihm gewohnter, überaus unterhaltsamer, witziger und spritziger Weise erzählte der Entertainer, dass er 2010 mit der Übernahme des Weinguts eine Familientradition seit 1805 weiterführe. Es wurde von Maximilian von Othegraven, dem Bruder seiner Großmutter, geleitet, und er habe als Junge viele Ferien dort verbracht. Spezialisiert sei das Weingut auf Riesling, und während noch vor ein paar Jahren 80 Prozent trocken ausgebaut worden seien und 20 Prozent mit Restsüße, habe man inzwischen auf zwei Drittel trocken reduziert; der Saarwein sei dafür bekannt, „wo die Süße mit der Säure einen Tanz beginnt“.Claus Burmeister berichtete von Baldrianlösung und Kamillentee, die im biodynamischen Anbau gegen Frostschäden und zum Abheilen an den Trieben eingesetzt werden. Bei der Antwort auf eine Frage aus den Gästereihen, wie groß sein Einfluss in seinem Weingut sei, erklärte Günther Jauch, dass er sich aus Weinbau und Keller heraushalte. „Meine Frau und ich sind das Auswärtige Amt. Wir präsentieren nach außen und entscheiden mit, wenn es um Partner geht“. Während sich am Mikrofon (fast) alles um den Wein und den Weinbau drehte, schnappte man beim Tischgespräch zwischen Günther Jauch und Weingut-Eigentümer Heinz Heiler auch das eine oder andere private Wort auf, denn als Väter von Töchtern – Heiler hat drei, Jauch vier – gab es doch einige gemeinsame Erfahrungen.  

psp