Aktuelles: Stadt Östringen

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Bürgerservice & Verwaltung in Östringen

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Quartierskonzept für Odenheim nimmt Gestalt an

Autor: Anna Dezenter
Artikel vom 27.09.2018

Klimaschutz und nachhaltige Energieversorgung im Fokus

Als Ausfluss des Entwicklungskonzepts `Östringen 2030´ nimmt in der Kraichgaustadt jetzt auch ein energetisches Quartierskonzept für den Ortsteil Odenheim konkrete Formen an, das unter anderem Optionen für eine nachhaltige und zugleich wirtschaftliche Energieversorgung in der Zukunft identifizieren soll. Eine diesbezügliche Ausarbeitung der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung, einem Kompetenzzentrum der Landesbank Baden-Württemberg im Bereich der Stadtentwicklung, nahm der Östringer Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung zustimmend zur Kenntnis und beauftragte die Verwaltung, zur Umsetzung des Konzepts ein Sanierungsmanagement auf den Weg zu bringen und hierfür Kosten und Umfang externer Leistungen zu klären.

Das Odenheimer Quartierskonzept bezieht sich auf ein rund 8,1 Hektar großes Siedlungsgebiet mit etwa 50 privaten Gebäuden und mehreren größeren kommunalen oder kirchlichen Immobilien. Im Westen begrenzt vom Gebäudebestand der Grund- und Werkrealschule, erfasst der Geltungsbereich der Expertise außerdem die Evangelische Kirche, den Kindergarten St. Josef, das Vereinsheim Alte Schule, das Feuerwehrhaus und das historische Amtshaus und zudem Teile der Wohnbebauung entlang der Michaelstraße und Schulstraße sowie im Bereich der Neuen Schulstraße. Bei der Sitzung kam unter anderem zur Sprache, dass bei den betroffenen städtischen Immobilien mindestens im Falle des Vereinsheims Alte Schule und des Feuerwehrhauses ohnehin konkreter Handlungsbedarf zur Modifizierung der Heizsysteme besteht. 

Wie Thomas Hauptmann von der Kommunalentwicklung den Bürgervertretern nun berichtete, konnten zwischenzeitlich auf Basis einer Begehung des Untersuchungsgebiets und einer Fragebogenaktion bereits eine Potenzialanalyse zur Reduzierung des Ausstoßes von klimaschädlichem Kohlendioxid erstellt und erste fachliche Einschätzungen zu möglichen Teilmaßnahmen des Konzepts gewonnen werden. Wichtiger Bestandteil der Überlegungen ist ein Nahwärmenetz, das nach gegenwärtigem Stand der Planung über einen im Bereich der Grund- und Werkrealschule zu realisierenden Energieerzeuger und eine rund 650 Meter lange Haupttrasse die Siedlungsgebiete entlang der Michaelstraße und Neuen Schulstraße bis zur Schulstraße auf Höhe von Feuerwehrhaus und Amtshaus erschließen soll. Als zentraler Energieerzeuger wird in der Projektstudie einer Ingenieurgesellschaft aus Bietigheim-Bissingen ein Blockheizkraftwerk ebenso in Betracht gezogen wie eine Pelletheizung.

Mit der Verwirklichung des Konzepts könnte der Anteil fossiler Energieträger an der Wärmeversorgung des Odenheimer Quartiers im Betrachtungszeitraum bis 2050 von gegenwärtig 91 Prozent auf rund 31 Prozent abgesenkt werden. Gleichzeitig ginge der CO²-Ausstoß im Gebiet von momentan annähernd 1.000 Tonnen pro Jahr auf rund 300 Tonnen zurück.

Ortsvorsteher Gerd Rinck begrüßte bei der Aussprache im Gemeinderat die Überlegungen für neue und nachhaltige Formen der Energieversorgung, warb allerdings zugleich dafür, im Interesse einer möglichst großen Akzeptanz in der Bevölkerung die entsprechende Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren. Im Zuge einer Realisierung des Konzepts könnten auch andere, teils schon länger anstehende kommunale Investitionen wie die Erneuerung von Gehwegflächen in der Schulstraße umgesetzt werden, so die Erwartung des Ortsvorstehers.   

br.