Aktuelles: Stadt Östringen

Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Logo Bürgermeldungen.com
Titel 1
Text 1
Titel 3
Text 3
Bürgerservice & Verwaltung in Östringen

Hauptbereich

Denkwürdiger Jubiläumsumzug zum 1.250-jährigen Ortsgeburtstag

Autor: Anna Dezenter
Artikel vom 31.07.2018

Vierzig Gruppen mit historischen Motiven

Fotogen und fantasievoll verpackt in vierzig Bilder illustrierten jetzt in Östringen beim großen Festumzug zum Ortsjubiläum zahlreiche einheimische Vereine und Initiativen im Verbund mit auswärtigen Gruppen auf großartige Weise die 1.250-jährige Geschichte der Siedlung, die erstmals 768 in einer Urkunde des Klosters Lorsch Erwähnung fand.

Am Sonntagnachmittag des Festwochenendes erlebten Akteure und Zuschauer einen denkwürdigen Jubiläumsumzug mit vielfältigen Motiven aus der Ortshistorie, an den sie sich noch lange erinnern werden. Über viele Monate hinweg hatten die Mitglieder der Karnevalsgesellschaft Wicker-Wacker unter Leitung von Präsident Dominique Meid und eines siebenköpfigen Organisationskomitees die Veranstaltung im Zusammenwirken mit der Stadtverwaltung akribisch und sorgfältig vorbereitet und das Ergebnis geriet nun zu einem besonderen Glanzpunkt im Östringer Jubiläumsjahr. Angeführt vom Östringer Ortsausscheller, stilecht verkörpert von Günter Hotz, und Standartenreiterin Jacky Bolz reihten sich zuvorderst die mittelalterlich gewandeten Mitglieder des Gemeinderats mit Bürgermeister Felix Geider in die Parade ein, gefolgt von einer noblen Kutsche mit den Ehrengästen Minister Peter Hauk und Landrat Christoph Schnaudigel und dem Landtagsabgeordneten Ulli Hockenberger. Internationales Flair erhielt der Umzug auch durch die Mitwirkung der Delegationen der Bürgervertretungen und Partnerschaftsvereine aus den Östringer Schwesterstädten Abergavenny und Thiviers. Sogar eine Abordnung aus der brasilianischen Region Guabiruba/Brusque, die freundschaftliche Kontakte mit dem Landkreis Karlsruhe pflegt, war vertreten, ebenso die schon lange Jahre mit der Östringer Big Band verbundene Banda Giovanile Cittá die Budrio aus der italienischen Region Bologna.

Besondere Prunkstücke des Jubiläumsumzugs waren fraglos die Beiträge der Östringer Schulen, angefangen von den Silcher-Grundschülern, die mit dem Ortswappen auf der Brust ihre Schulmeisterin Andrea Kritzer eskortierten, über die Thomas-Morus-Realschüler und die Leibniz-Gymnasiasten, die jeweils die große Vielfalt ihres schulischen Lebens in Szene setzten.

Einen Blickfang der besten Sorte boten die Bauersleute des Ruhbenderhauses mit ihrem urigen Ochsengespann ebenso wie die Gruppe des Freundeskreises des Heimatmuseums um die historisch verbürgte Ortseinwohnerin Maria Anna Zopf.

Historische Uniformen und Fahrzeuge der Floriansjünger aus alter Zeit wurden von der Östringer Feuerwehr präsentiert und die Evangelische Kirchengemeinde war mit Reformator Martin Luther und der 95-Thesen-Tür aus Wittenberg vertreten.

Farbenprächtige und kreative Umzugsmotive lieferten darüber hinaus zahlreiche Ortsvereine. So nahm der Cäcilienchor auf die Badische Revolution Bezug, die Abordnung der Schützengilde bot eine respekteinflößende Kanone auf, der Odenwaldklub rückte das Wandern im Wandel der Zeit mit einem beeindruckenden Bändertanz in den Blick und die Theatergruppe „Nach Feierabend“ fügte sich mit Hexen und Räubern in das bunte Umzugsmosaik ein.

Mit hervorragend erhaltenen Oldtimern illustrierten die Oldtimer-Freunde und Auto-Östringer sowie die Zündapp IG Östringen die Anfänge sowie schon einige Jahrzehnte zurückliegende Phasen der Motorisierung, während die Mitglieder des Freibad-Fördervereins die 1950-er Jahre und den damals von der Bürgerschaft getragenen Bau der Freizeiteinrichtung am westlichen Stadtrand lebendig werden ließen. Von den „Eschdringä Buwä und Maaid“ wurde die Zeit der Ritter ins Bild gesetzt, der Reit- und Fahrverein beeindruckte mit seinem Motiv „Barock auf und um das Pferd“ und der Obst-, Wein- und Gartenbauverein Odenheim mit seiner Vorsitzenden und früheren Badischen Weinkönigin Katharina Zimmer erhielt Szenenapplaus für die überbordende Blumenpracht seines Umzugswagens.

Die Vielfalt des sportlichen Geschehens in Östringen demonstrierten eindrucksvoll die vielköpfigen Abordnungen des Turn- und Sportvereins, des Fußballclubs, des Kraftsportvereins, des Tennisclubs sowie der Schießsportgemeinschaft Vogel, während die Sängervereinigung mit Frack und Zylinder einen historischen Sängerwettstreit in Szene setzte und der DRK-Ortsverein die Musik der 80-er Jahre lebendig werden ließ.

Was wäre ein solcher Festumzug ohne musikalische Begleitung und Unterstützung? Dass der Jubiläumstross nie aus dem Takt geriet, war ein besonderes Verdienst der mitwirkenden Blaskapellen, Fanfarenzüge und Guggenmusiken – allen voran die Musikvereine aus Östringen und Odenheim.

Eindrucksvolle Akzente setzten auch die mitwirkenden auswärtigen Gruppen, darunter die Landsknechte von „Tillys wildem Haufen“ aus Hilsbach, die historische Gruppe Opus Manuum Zabergäu und die Heimatortsgemeinschaft Parabutsch aus Bad Schönborn mit dem in Östringen geborenen ehemaligen baden-württembergischen Innenminister Heribert Rech in ihren Reihen.

An den Ortsstraßen wurde die Jubiläumsparade, zunächst bei strahlendem Sonnenschein, von etlichen tausend Schaulustigen beobachtet und begeistert gefeiert. Alle Gruppen waren schon vorab mit einem Kurzportrait in einer reich bebilderten Broschüre der Karnevalsgesellschaft Wicker-Wacker beschrieben worden und wurden bei der Parade selbst von einem „Täfelesbuben“, wahlweise einem Täfelesmädchen, geleitet. Von seinem Ausguck beim Löwenplatz hieß Moderator Markus Bender die Umzugsgruppen willkommen und stellte dem Publikum die jeweiligen Motive vor.

Auch von einem plötzlich heraufziehenden Unwetter mit einem kräftigen Regenguss ließen sich Teilnehmer und Zuschauer nicht beirren und fanden sich am Ende, aufmerksam eskortiert und geleitet von den Einsatzfahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr, vereint im großen Festzelt bei der Stadthalle ein.

br.

Mehr Bilder finden Sie hier.