Aktuelles: Stadt Östringen

Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Logo Bürgermeldungen.com
Titel 1
Text 1
Titel 3
Text 3
Bürgerservice & Verwaltung in Östringen

Hauptbereich

Maria Anna Zopf führte durch das nächtliche Museum

Autor: Anna Dezenter
Artikel vom 09.05.2018

Michaela Klefenz bescherte den Bucherinnen und Besuchern der Mai-night in Östringen, insbesondere den staunenden Kindern beeindruckende Erlebnisse im Heimatmuseum. Im Kostüm der historischen Person Maria Anna Zopf und mit einem Windlicht ausgestattet beleuchtete sie unter anderem den Schädelknochen des Auerochsen, das Grabkreuz der Maria Agatha Klotz und das 500 Jahre alte Taufbecken aus der Vorgängerkirche. Dem einen oder anderen lief es kalt den Rücken runter, wenn sie im gespenstisch schummrigen Licht zu den Ausstellungsobjekten Anekdoten erzählte.

In ihrer zeitgenössischen Aufmachung des späten Barock wirkte sie wie aus der Zeit gesprungen. Auffällig die weiße Haube der verheirateten Frau, kostbar das damastgewirkte Oberteil, neckisch das Schößchen, das nach damaliger Mode den Po betonte und der knöchellangen Rock über dem gerüschten Unterrock, dazu die passenden Schuhe. Die Kleidung fertigte die Kraichtaler Schneiderin Heike Döring nach historischen Vorlagen an.

Michaela Klefenz schlüpfte in die Rolle der gutbürgerlichen Maria Anna, weil sie Fakten zur Schwiegertochter des Peter Adam Zopf in den Kirchenbüchern gefunden hatte. Der Sohn des Stifters der Zopfkapelle und Mitbewohner des Zopfschen Hauses in der Hinteren Straße heiratete 1761 die 19 jährige Maria Anna Brand aus Hemsbach. Sie gebar ihm 12 Kinder, von denen nicht einmal die Hälfte das Erwachsenenalter erreichte. Sie dagegen erreichte für die damalige Zeit ungewöhnlich ein biblisches Alter von 81 Jahren.