Aktuelles: Stadt Östringen

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Bürgerservice & Verwaltung in Östringen

Hauptbereich

Versorgung mit Unterrichtsräumen hat zeitliche Priorität

Der Östringer Gemeinderat hat sich bei seiner jüngsten Sitzung dafür ausgesprochen, die von der Verwaltung vorgestellten Planungen zur Realisierung eines Anbaus an der Thomas-Morus-Realschule weiter zu verfolgen. Das Projekt ist Bestandteil des Gesamtkonzepts für eine bedarfsgerechte Entwicklung des Bildungszentrums. Neben dem Anbau an der Realschule soll in diesem Kontext zur Johann-Strauß-Straße hin auch ein neues Gebäude mit Räumlichkeiten für die Stadtbücherei sowie für ein Schulbistro entstehen.

Wie Bürgermeister Felix Geider bei der Ratsdebatte informierte, zwingen insbesondere die zunehmenden Engpässe bei der Versorgung von Realschule und Leibniz-Gymnasium mit ausreichenden Unterrichtsräumen dazu, die Herstellung des Anbaus an der Realschule zeitlich vorzuziehen. Geider verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass für diese mit Baukosten von knapp 3 Millionen Euro veranschlagte Teilmaßnahme des Gesamtkonzepts Zuschussmittel aus der staatlichen Schulbauförderung erwartet werden können. Der Anbau an der Realschule soll mit einer Tiefe von 21 Metern und einer Breite von gut 9 Metern an der gegenwärtigen Ostfassade des Hauptgebäudes der Bildungseinrichtung angeschlossen werden. Im Untergeschoss entstehen ein multifunktional nutzbares Klassenzimmer sowie ein Lagerraum und im Erd- und Obergeschoss bietet der Anbau genügend Raum für jeweils zwei Klassenzimmer.

Nach dem Plazet des Gemeinderats wird nun anhand des vom Stadtparlament gutgeheißenen Baukonzepts von der Verwaltung im Kontakt mit dem Regierungspräsidium die konkrete Förderperspektive geklärt und werden die Planunterlagen zur Vorbereitung der Einreichung des Bauantrags weiter verfeinert.     

Wie Ulrich Mergenthaler vom beauftragten Planungsbüro Günter Hermann Architekten bei der Sitzung erläuterte, kann das Projekt bei planmäßigem weiterem Verfahrensverlauf voraussichtlich im September 2020 begonnen und etwa bis Ende 2021 fertiggestellt werden.

Der Planer versicherte dabei, man könne die Bauarbeiten zu gegebener Zeit so organisieren, dass Störungen oder Beeinträchtigungen des laufenden Schulbetriebs von Realschule und Gymnasium weitestgehend ausgeschlossen bleiben.

Stadträtin Brigitte Baumgartner (Unabhängige Liste) mahnte nun bei der Aussprache im Gemeinderat an, dass bei der Zuteilung der neu entstehenden Unterrichtsräume die Belange des Leibniz-Gymnasiums nicht unberücksichtigt bleiben dürfen.

Die Thomas-Morus-Realschule, an der künftig sowohl die mittlere Reife wie auch die Hauptschulabschlussprüfung absolviert werden kann, macht einen erhöhten Raumbedarf insbesondere wegen der Vorgaben der neuen Bildungspläne zu einer verstärkten Binnendifferenzierung des Unterrichts geltend. Zudem konnte die Östringer Realschule in den letzten Jahren ihren Status auch in einer sich schnell verändernden Schullandschaft gut behaupten, zuletzt registrierte man für das Schuljahr 2019/2020 mit 123 Anmeldungen sogar einen neuen Höchstwert.

Demgegenüber steigt am Leibniz-Gymnasium die Anzahl der erforderlichen Klassenräume kurz- und mittelfristig schon allein wegen der Auswirkungen der Rückkehr zum neunjährigen Weg zum Abitur (G9). Der erste G9-Jahrgang, der nach Wiedereinführung des Modells am Östringer Gymnasium eingerichtet wurde, „wächst“ im Schuljahr 2021/2022 in die Klassenstufe 13 hinein, die im zwischenzeitlich praktizierten G8-Modus nicht mehr vorhanden war.

Alle geplanten Teilmaßnahmen zusammengenommen, will Östringen für die zukunftsfähige Ausrichtung des Bildungszentrums inklusive der Sanierung der Außenflächen in den nächsten Jahren rund 16,2 Millionen Euro investieren. Um einen solchen finanziellen Kraftakt stemmen zu können, müssen allerdings zuvor im Zusammenwirken mit den übergeordneten Behörden die diversen Förderkulissen für die Bewilligung von staatlichen Zuschüssen geklärt und muss die Realisierung des Gesamtkonzepts auch in der zeitlichen Abfolge der verschiedenen Phasen darauf ausgerichtet werden. br.