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Badische Freiwillige im Widerstand gegen Francos Putschisten
Auch Hermann Obermaier aus Östringen stand an der Seite der spanischen Republik
Mit einer Vortragsveranstaltung am Freitag, den 28. April, 19 Uhr, in der Gustav-Wolf-Kunstgalerie Östringen nehmen die Historiker Gerhard und Brigitte Brändle das Schicksal badischer Freiwilliger im Spanischen Bürgerkrieg (1936 – 1939) in den Blick. Mehr als 35.000 Männer und Frauen aus 53 Ländern waren damals der vom Umsturz bedrohten Republik zu Hilfe geeilt und mussten auf der iberischen Halbinsel unter anderem auch gegen die deutschen Nazi-Söldner der Legion Condor kämpfen.
Auch rund 120 Antifaschisten aus Baden folgten damals dem Hilferuf der demokratisch gewählten spanischen Volksfront-Regierung, darunter Hermann Obermaier aus Östringen, der im Ernst-Thälmann-Bataillon an der Seite der Republikaner gegen die von General Franco befehligten Putschisten ins Feld zog. In Milizen sowie in den internationalen Brigaden kämpften die Freiwilligen mit der Waffe oder arbeiteten als Sanitäter. Der verheerende Spanische Bürgerkrieg, der einen grausamen Blutzoll von rund einer halben Million Opfer forderte und bei dem Francos Putschisten letztlich die Oberhand behielten, wird mitunter auch "Kleiner Krieg" genannt und gilt als Vorbote des Zweiten Weltkrieges.
Gerhard und Brigitte Brändle rekapitulieren in ihrem Vortrag die damaligen Ereignisse und zeichnen dabei insbesondere auch den Werdegang und die Biografie des Östringers Hermann Obermaier nach, der sich schon in den 1920er-Jahren für die Belange der Arbeiterklasse eingesetzt hatte und später in der Nachkriegszeit in der noch jungen Deutschen Demokratischen Republik seinen neuen Lebensmittelpunkt fand.







