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Stadt Östringen (Druckversion)
Artikel vom 22.12.2021

Schärfere Kontaktbeschränkungen angekündigt – Update Corona 22.12.2021

Baden-Württemberg plant weitergehende Absenkung der bei privaten Treffen zulässigen Personenzahlen nach Weihnachten

Die Landesregierung hat die Corona-Regeln durch Beschluss vom 17. Dezember 2021 ein weiteres Mal aktualisiert, dies nicht zuletzt auch mit Blick auf eine im Kontext der schnellen Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus drohende „fünfte Welle“ der Pandemie.

Seit dem 20. Dezember 2021 gilt nun gemäß § 9 Abs. 2 Satz 2 CoronaVO in der Alarmstufe II für Treffen, bei denen ausschließlich Geimpfte und Genesene anwesend sind, eine Obergrenze von maximal 50 Personen in Innenräumen und maximal 200 Personen im Freien. Bereits angekündigt wurde diesbezüglich inzwischen eine nochmalige deutliche Reduzierung dieser Werte für die Zeit nach Weihnachten (siehe hierzu die Info-Boxen weiter unten in dieser Berichterstattung).

Über den neu eingefügten § 17b CoronaVO ist den zuständigen Behörden außerdem die Möglichkeit eröffnet, auf festzulegenden Verkehrs- und Begegnungsflächen in Innenstädten oder sonstigen öffentlichen Orten, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, den Ausschank und den Konsum von Alkohol (Abs. 1) sowie das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände (Abs. 2) zu untersagen. Ebenso können die zuständigen Behörden gemäß § 17b Abs. 3 CoronaVO für die Silvesternacht (31.12..2020, 15 Uhr - 1.1.2022, 9.00 Uhr) in Bezug auf dementsprechende Flächen das Verweilen von Gruppen von mehr als zehn Personen untersagen (Ansammlungs- und Verweilverbot).

Zumeldung vom 21.12.2021:

Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer haben am Dienstag, den 21.12.2021, mit Bundeskanzler Olaf Scholz über weitergehende Corona-Maßnahmen beraten. In einer Pressekonferenz teilte Bundsesjkanzler Scholz die Beschlüsse im Anschluss mit: So sollen ab dem 28. Dezember nur noch Zusammenkünfte von maximal zehn Personen erlaubt sein - auch wenn nur Geimpfte und Genesene anwesend sind. Als Grund für die härteren Kontaktbeschränkungen nannte er die drohende Ausbreitung der Omikron-Variante. Diese sei auch bei bestehender Immunisierung gegen das Coronavirus nur durch eine starke Reduzierung der Kontakte aufzuhalten.

Zumeldung vom 22.12.2021:

Die von Bund und Ländern beschlossenen und vorstehend dargestellten schärferen Regeln für private Treffen sollen in Baden-Württemberg bereits unmittelbar nach den Feiertagen und nicht erst ab 28.12.2021 in Kraft treten, das sagte Ministerpräösident Winfried Kretschmann am Mittwoch, dem 22.12.2021, im Landtag. Zusammenkünfte seien dann künftig vorerst nur noch mit höchstens zehn Personen über 14 Jahre erlaubt, auch wenn alle geimpft oder genesen sind. Da sich mittlerweile herausgestellt habe, dass die Omikron-Variante auch von Geimpften und Genesenen stärker weiterverbreitet werden könne, sei diese neuerliche Nachschärfung der Regeln geboten.

Mit dem seit dem 20.12.2021 geltenden "Update" für die Corona-Verordnung wurde nun außerdem auch die angekündigte Konkretisierung der Ausnahmen bei der Anwendung der 2G+ Regelung in den Verordnungstext übernommen.

Ausgenommen von der Testpflicht bei 2G+ sind demgemäß

- Personen, deren Zweitimpfung nicht länger als sechs Monate zurückliegt,
- Personen, die mit dem Impfstoff der Firma Johnson & Johnson geimpft wurden und deren Impfung nicht länger als sechs Monate zurückliegt,
- Personen, die bereits eine Auffrischungsimpfung (Booster) erhalten haben - dazu zählen auch genesene Personen, die eine Auffrischungsimpfung bekommen haben,
- Genesene Personen, deren Genesenennachweis nicht älter als sechs Monate ist,
- Personen, für die keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur Auffrischimpfung vorliegt. Das betrifft Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre und Schwangere im ersten Schwangerschaftsdrittel mit ärztlicher Bescheinigung.

Die Kontaktbeschränkungen der Corona-Verordnung wurden jetzt ein weiteres Mal angepasst. In der Alarmstufe II gilt für private Zusammenkünfte, bei denen eine nicht geimpfte und nicht genesene Person teilnimmt, die Begrenzung auf einen Haushalt plus eine weitere Person. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre zählen zur Personenzahl nicht hinzu. Paare, die nicht zusammenleben, zählen als ein Haushalt.

In der Alarmstufe II gelten nun - wie bereits weiter oben dargestellt - auch für geimpfte und genesene Personen Kontaktbeschränkungen. In geschlossenen Räumen dürfen maximal 50 Personen zusammenkommen. Im Freien dürfen nicht mehr als 200 Personen zusammenkommen. Dabei zählen jeweils auch Personen dazu, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können und für die es keine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission gibt. Ausgenommen bei der Zählung der Personen sind Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre. Bitte beachten Sie diesbezüglich auch die weiter oben in dieser Berichterstattung in den Zumeldungen vom 21.12.2021 und 22.12.2021 enthaltenen Informationen!

Für die Inanspruchnahme von Physio- und Ergotherapie, Geburtshilfe, Logopädie und Podologie sowie für medizinische Fußpflege und ähnliche gesundheitsbezogene Dienstleistungen gilt in allen Stufen 3G. Dabei ist ein negativer Schnelltest ausreichend.

In den Alarmstufen gilt ab dem 1. Januar 2022 für die Gebäude kommunaler Verwaltungen wie etwa Bürgerämter, Zulassungsstellen, Führerscheinstellen, Einwohnermeldeämter und Rathäuser 3G, wobei ein negativer Schnelltest ausreichend ist. Die Behörden können vor Ort Ausnahmen von dieser Regelung zulassen.

Im Internet sind die jeweils neuesten Informationen zur Pandemie sowie zur Anpassung der Corona-Regeln auf der Webseite der Bundesregierung (www.bundesregierung.de) bzw. auf der Webseite der Landesregierung (www.baden-wuerttemberg.de) verfügbar. Die seit dem 20.12.2021 geltenden Regeln hat das Sozialministerium in einem Merkblatt (PDF-Datei) zusammengefasst. Bitte beachten Sie auch diesbezüglich die in den Info-Boxen dieser Berichterstattung enthaltenen zwischenzeitlichen Aktualisierungen hinsichtlich privater Treffen.

Hohe Bedeutung hat weiterhin das regelmäßige Testen auf das Vorliegen einer COVID-19-Infektion. Asymptomatische Personen können an den von den Gesundheitsbehörden zertifizierten Teststellen wieder kostenfrei einen Antigenschnelltest durchführen und sich das Testergebnis von dort bescheinigen lassen. Die aktuell in der Stadt Östringen bestehenden Test-Möglichkeiten sind in einer separaten Übersicht in dieser Ausgabe der `Stadtnachrichten Östringen´ bzw. auf www.oestringen.de aufgelistet.

Die Lagekarte zur COVID-19-Situation im Landkreis Karlsruhe ist auf dem gemeinsamen Corona-Informationsportal der Stadt Karlsruhe und des Landkreises Karlsruhe (www.corona.karlsruhe.de) einsehbar. Für den Bereich der Stadt Östringen sind derzeit (22.12.2021, 00.00 Uhr) 70 aktive Corona-Infektionen registriert. Seit Beginn der Epidemie im März 2020 sind für Östringen inzwischen 1.112 Infektionen mit dem Coronavirus erfasst worden. Die 7-Tage-Inzidenz lag am 21.12.2021, 16 Uhr, im Landkreis Karlsruhe bei 274,8. Zum selben Zeitpunkt lag die 7-Tage-inzidenz im Stadtkreis Karlsruhe bei 274,0. Für den Rhein-Neckar-Kreis ist aktuell eine 7-Tage-Inzidenz von 248,1 gemeldet, für die Stadt Heidelberg eine solche von 230,6.

Auf dem Internetportal www.corona.karlsruhe.de sind auch weitergehende Informationen zum regionalen Infektionsgeschehen verfügbar.

br.

http://www.oestringen.de//buergerservice-verwaltung/corona