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Stadt Östringen (Druckversion)
Artikel vom 01.12.2021

Bund und Länder sprechen über zusätzliche Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung – Update Corona 1.12.2021

Für Ungeimpfte drohen weitere Beschränkungen

In Anbetracht der sich zuspitzenden Corona-Lage werden auf Bundes- und Landesebene erneut Verschärfungen der Corona-Maßnahmen erörtert. Gegenstand der jüngsten Bund-Länder-Konsultationen am 30.11.2021 waren unter anderem angedachte Änderungen am Infektionsschutzgesetz, zu denen auch zeitlich befristete Schließungen von Restaurants gehören könnten. In diesem Zusammenhang soll klargestellt werden, dass dementsprechende Maßnahmen auch regional differenziert vorgegeben werden können. Im Gespräch ist aktuell außerdem, die 2G-Regeln bundesweit auf den Einzelhandel (ohne Grundversorgung) auszuweiten. Ungeimpfte Personen würden dann nur noch Zugang zu Geschäften des täglichen Bedarfs erhalten. Im Raum stehen darüber hinaus Vorschläge, für Ungeimpfte weitergehende Kontaktbeschränkungen einzuführen, auch in Bezug auf private Zusammenkünfte.

Der Bund und die Länder haben jetzt ferner das vorrangige Ziel bekräftigt, die Zahl der Impfungen gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus bzw. zum Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung deutlich auszuweiten. Bis Weihnachten sollen bis zu 30 Millionen Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen möglich gemacht werden. Dafür soll unter anderem der Kreis der Personen, die Impfungen durchführen dürfen, deutlich ausgeweitet werden. Außerdem soll neben einrichtungsbezogenen Impfpflichten auch eine zeitnahe Entscheidung über eine allgemeine Impfpflicht vorbereitet werden. Die Details dieser Regelungen sollen bis zur nächsten Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung am 2.12.2021 ausgearbeitet werden, um dann zu gemeinsamen Beschlüssen zu kommen.

Das Land Baden-Württemberg beabsichtigt in Anbetracht der drohenden Überlastung der Kapazitäten an belegbaren Intensivbetten ebenfalls weitere Verschärfungen der aktuell geltenden Corona-Maßnahmen. Die entsprechende Verordnung soll voraussichtlich am Freitag, 3.12.2021, in Kraft treten. Beispielsweise sollen Fußballspiele und sonstige Sportgroßveranstaltungen in der Alarmstufe II nur noch ohne Publikum stattfinden dürfen. Vorgesehen ist in der Alarmstufe II ferner die Schließung von Freizeitbetrieben wie Clubs und Diskotheken sowie das Verbot von Weihnachtsmärkten. Auch die Abgabe von Alkohol im öffentlichen Raum soll in der Alarmstufe II verboten werden, sofern sich die Lage auf den Intensivstationen nicht bessert.

Im Internet sind die jeweils neuesten Informationen zur Pandemie sowie zur Anpassung der Corona-Regeln auf der Webseite der Bundesregierung (www.bundesregierung.de) bzw. auf der Webseite der Landesregierung (www.baden-wuerttemberg.de) verfügbar.

Hohe Bedeutung hat weiterhin das regelmäßige Testen auf das Vorliegen einer COVID-19-Infektion. Asymptomatische Personen können an den von den Gesundheitsbehörden zertifizierten Teststellen wieder kostenfrei einen Antigenschnelltest durchführen und sich das Testergebnis von dort bescheinigen lassen. Überwachte Antigen-Tests zur Eigenanwendung fallen nicht hierunter. Die diesbezüglich maßgebliche Coronavirus-Testverordnung (TestV) des Bundesgesundheitsministeriums ist am 13.11.2021 in Kraft getreten. Damit hat jeder Anspruch auf mindestens einen kostenlosen Antigen-Schnelltest (PoC-Test) pro Woche - unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus. Die aktuell in der Stadt Östringen bestehenden Test-Möglichkeiten sind in einer separaten Übersicht in dieser Ausgabe der `Stadtnachrichten Östringen´ bzw. hier aufgelistet.

Die Lagekarte zur COVID-19-Situation im Landkreis Karlsruhe ist auf dem gemeinsamen Corona-Informationsportal der Stadt Karlsruhe und des Landkreises Karlsruhe (www.corona.karlsruhe.de) einsehbar. Für den Bereich der Stadt Östringen sind derzeit (1.12.2021, 00.00 Uhr) 95 aktive Corona-Infektionen registriert. Seit Beginn der Epidemie im März 2020 sind für Östringen inzwischen 977 Infektionen mit dem Coronavirus erfasst worden. Die 7-Tage-Inzidenz lag am 30.11.2021, 16 Uhr, im Landkreis Karlsruhe bei 490,1. Zum selben Zeitpunkt lag die 7-Tage-inzidenz im Stadtkreis Karlsruhe bei 366. Für den Rhein-Neckar-Kreis ist aktuell eine 7-Tage-Inzidenz von 387,1 gemeldet, für die Stadt Heidelberg eine solche von 257,7.

Auf dem Internetportal www.corona.karlsruhe.de sind auch weitergehende Informationen zum regionalen Infektionsgeschehen verfügbar.

br.

http://www.oestringen.de//buergerservice-verwaltung/corona