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Stadt Östringen (Druckversion)
Artikel vom 03.05.2021

Gehwegsanierung wird zum Ausbau des Breitbandnetzes genutzt

Gesamtinvestition von mehr als 1,2 Millionen Euro

Die in den letzten Jahrzehnten mehrfach aufgebrochenen und inzwischen insgesamt stark erneuerungsbedürftigen Gehwege in der Odenheimer Schulstraße (Kreisstraße 3517) sollen auf Basis eines nun vom Östringer Gemeinderat einmütig gebilligten Plankonzepts zeitgemäß wieder hergerichtet werden. Mit der Umsetzung der Entwürfe des beauftragten Leonberger Landschaftsarchitekturbüros SETUP will man im Zuge der Sanierung der Bürgersteige außerdem den ruhenden Verkehr an der Schulstraße neu ordnen und darüber hinaus den Straßenraum an verschiedenen Stellen durch öffentliches Grün nachhaltig aufwerten. Für das Projekt sind im Kommunaletat Kosten von voraussichtlich rund 710.000 Euro kalkuliert, als anteilige Gegenfinanzierung sollen Zuschüsse aus dem Landessanierungsprogramm in Höhe von etwa 285.000 Euro fließen.

Bei der Debatte im Stadtparlament informierte Bürgermeister Felix Geider, dass die Verwirklichung des Vorhabens, das man 2016 wegen Unwägbarkeiten bei der Finanzierung noch verschoben hatte, jetzt dank einer Anpassung der zuwendungsfähigen Kosten und der Aufstockung der Sanierungsmittel durch das Land sowie nicht zuletzt auch wegen der nun absehbaren Synergien mit zwei weiteren anstehenden Tiefbauvorhaben möglich geworden ist. So hatte der Verteilnetzbetreiber Netze BW schon vor einiger Zeit mitgeteilt, dass die entlang der Schulstraße vorhandenen Stromleitungen durch Erdkabel abgelöst werden sollen, und im Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau des Breitbandnetzes in Odenheim hatte sich im Rahmen eines Markterkundungsverfahrens außerdem gezeigt, dass im Bereich der Kirrtalstraße ein sogenannter „weißer Fleck“ besteht und der Breitbandausbau somit auf der Strecke vom Rathaus in der Ortsmitte über die Schulstraße bis zum oberen Ende der Kirrtalstraße förderfähig ist.

Die Kosten für die Verlegung von Glasfaserleitungen für schnelles Internet in diesem Bereich des Odenheimer Siedlungsgebiets mit Schulstraße, Neuer Schulstraße, Fahltorstraße und Kirrtalstraße durch die Breitbandgesellschaft des Landkreises Karlsruhe (BLK) sind zwischenzeitlich überschlägig auf rund 500.000 Euro geschätzt, wobei dafür zugleich Zuwendungen des Bundes und des Landes von bis zu 450.000 Euro in Aussicht stehen.

Die Ausschreibung der Sanierung der Gehwege in der Schulstraße liegt demgegenüber in Händen der Stadt. Entsprechend der Vorabstimmung mit dem Odenheimer Ortschaftsrat soll bei der Neugestaltung der Gehwege in der Schulstraße eine Konzeptvariante umgesetzt werden, bei der die Stellplätze für parkende Fahrzeuge hälftig auf dem Bürgersteig und hälftig auf der Straße markiert werden. Die Parkierungsflächen wiederum werden durch Grüninseln mit einer Breite von einem Meter rhythmisch gegliedert und optisch eingefasst. Eine Bepflanzung der Beete mit Stauden und Gräsern soll den Wechsel der Jahreszeiten im Straßenbild erlebbar machen.

Bei der Aussprache im Gemeinderat äußerte Stadträtin Heidi Wagenblaß (Unabhängige Liste) Bedenken, dass die vorgesehene seitliche Einfassung der Fahrbahn der Schulstraße durch einen „Zweizeiler“ aus hellgrauem Betonsteinpflaster mit Granitvorsatz Probleme in Form von übermäßigen Lärmemissionen verursachen könnte. Auf Vorschlag von Bürgermeister Geider wird dem Ortschaftsrat diesbezüglich nun noch einmal Gelegenheit gegeben, sich mit diesem Teilaspekt des Ausbaukonzepts zu befassen. Nach einem Hinweis von Stadträtin Regina Schlindwein (CDU) auf mögliche Unfallrisiken wird die Verwaltung außerdem die Untere Straßenverkehrsbehörde des Landratsamts sowie die Verkehrspolizei um ihre jeweilige Einschätzung zur geplanten Anlegung von Pflanzbeeten am Fuß des Treppenaufgangs zur Lerchenbergstraße bitten. br.   

 
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