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Artikel vom 27.04.2021

Die süße Verführung

Expertin zu Gast beim Frauentreff Östringen

Was schätzen Sie: Wie viele Zuckerwürfel enthält ein Tetra-Pak Orangensaft (1,5l)?

44 Stück lautet die erschreckende Antwort. Das entspricht 132g Zucker. In einer Flasche Tomatenketchup verstecken sich ganze 27 Würfel Zucker, in einer reifen Banane acht.

Diese und mehr Tatsachen über Zucker, seine Ersatzstoffe, Alternativen und Tipps für den Umgang mit ihnen brachte Frau Dr. Renate Becker zum internationalen Frauentreff Östringen mit. Die Fachleiterin des Studiengangs Gastronomie- & Servicemanagement an der IBA in Heidelberg ist nebenberuflich Referentin des Ernährungszentrums im Landratsamt Karlsruhe und war zum digitalen Treff am 22.4. eingeladen. Zehn Frauen aus Östringen, Kraichtal und Bad Schönborn hatten sich zu ihrem spannenden Vortrag „Die süße Verführung – Zucker und Co.“ zugeschaltet.
„Die Dosis macht das Gift“, zitierte Dr. Becker die Worte von Paracelsus als Antwort auf die Frage einer Teilnehmerin, was sie zu der Aussage „Zucker macht krank“ von Dr. Max Otto Bruker, Urvater gesunder Ernährung in Deutschland, halte. „Unser Gehirn verwertet Zucker als Energiequelle, allerdings darf man es nicht übertreiben und regelmäßig zu viel davon zu sich nehmen“, rät die Referentin.

Auch der Zeitpunkt des Verzehrs mache einen Unterschied, erklärte die Expertin. Einer Frauentreff-Teilnehmerin, die ihre häufigen Gelüste auf Süßes am späten Abend zugab, riet Dr. Becker, sich die Leckerei direkt nach dem Mittagessen zu gönnen. Denn das während der Mahlzeit aufgenommene Fett und Eiweiß sorge für die bessere Verarbeitung des Süßen, während der Zucker abends auf leeren Magen direkt ins Blut gelange und schnell in das ungewünschte Fett verwandelt würde.

Aus demselben Grund sei ein Riegel Vollmilchschokolade für Diabetiker*innen besser verträglich als eine Banane, denn Schokolade enthalte neben dem Zucker noch Fett und Eiweiß. Zu den Zuckerersatzstoffen gefragt, erklärte Dr. Becker: „Zuckeraustauschstoffe haben ernährungsphysiologisch keinen Mehrwert.“ Sie würden zudem die Gefahr bergen, dass man mehr davon benutze und so letztendlich mehr Kalorien zu sich nehme als durch handelsüblichen Zucker, da teilweise die Süßkraft schwächer sei. Außerdem gewöhnten sich die Geschmacksknospen an den Zuckergehalt, so die Fachfrau. Deshalb rät sie, bei Selbstgebackenem einfach weniger Zucker zu verwenden als vorgegeben. Bei den Inhaltstoffen von Lebensmitteln solle vor allem auf versteckten Zucker geachtet werden, welcher sich zum Beispiel hinter dem Begriff „modifizierte Speisestärke“ verberge.

„Ich werde jetzt mit einem ganz anderen Blick meine Lebensmittel einkaufen und mehr auf das Kleingedruckte achten“, zog eine der Frauen ihr Fazit und bekam Zustimmung von den anderen Teilnehmerinnen.

Der nächste internationale Frauentreff Östringen findet am 20.05. von 9–10:30 Uhr digital über Jitsi Meet statt. Wir werden gemeinsam Tassenuntersetzer aus alten Jeans nähen.

Informationen und Anmeldung bei d.blech-straub@oestringen.de.

hh