Aktuelles: Stadt Östringen

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Bürgerservice & Verwaltung in Östringen

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Artikel vom 21.04.2021

Ehemalige Nylon-Zentrale soll künftig als Boardinghaus genutzt werden

120 möblierte Appartements für Berufstätige geplant

Bei der jüngsten Sitzung des Östringer Gemeinderats am Dienstagabend dieser Woche informierte Bürgermeister Felix Geider, dass im Industriepark am westlichen Stadtrand im früheren Verwaltungsgebäude des vormaligen Nylonfaserwerks ein sogenanntes Boardinghaus eingerichtet werden soll.

Das Konzept für die Wandlung der ehemaligen Nylon-Zentrale, die nach Schließung des Werks etliche Jahre leer stand und zwischenzeitlich von 2016 bis 2018 auch als Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber genutzt wurde, stammt von der Rudolf Wohnbau GmbH mit Sitz in Neckarsulm und sieht 120 möblierte Appartements mit Miniküche vor.

Wie bei der Ratsdebatte von der Verwaltung erläutert wurde, handelt es sich bei einem Boardinghaus baurechtlich um einen Beherbergungsbetrieb, der Zimmer und Appartements mit hotelähnlichen Leistungen vermietet. Merkmale dieser Mischform zwischen Wohnung und Hotel seien beispielsweise ein Wäscheservice, eine Kochgelegenheit sowie eine Rezeption. Im Konzept des Boardinghauses im Östringer Industriepark sind darüber hinaus eine wöchentliche Reinigung inklusive Wechsel von Bettwäsche und Handtüchern, Hotel-TV, Netzwerkanschluss, WLAN-Funktionalität, ein Bistro- und Frühstücksbereich, eine Lobby, ein Hauswirtschaftsraum für Waschmaschinen und Trockner sowie Snacks- und Getränkeautomaten vorgesehen.

Für die geplanten 120 Appartements sind 55 Stellplätze für Kraftfahrzeuge ausgewiesen, nach den baurechtlichen Vorgaben für solche Objekte ist ein Stellplatz pro zwei bis sechs Zimmer erforderlich.

Ein Aufenthalt im Boardinghaus im Industriepark soll für eine Zeitspanne zwischen fünf Tagen und sechs Monaten möglich sein, hieß es bei der Gemeinderatssitzung weiter. Außerdem könnten die Appartements auch als Büro-Arbeitsplätze genutzt werden.

Wie Bürgermeister Geider im Stadtparlament weiter informierte, wurde das Baugesuch für die Nutzungsänderung des Bürogebäudes bereits vorab mit der für die Genehmigung des Vorhabens zuständigen Baurechtsbehörde des Landratsamts erörtert. Dabei sei insbesondere die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit in den Blick genommen worden, wobei die Karlsruher Genehmigungsbehörde für den Standort eines Boardinghauses im Industriepark nach Darlegung des Rathauschefs keine diesbezüglichen Konflikte gesehen habe. Eine anderenfalls erforderliche Anpassung der Bauleitplanung erscheine somit nach aktuellem Stand der Dinge entbehrlich.

Zielgruppen für die Belegung des Östringer Boardinghauses sind nach den Vorstellungen des Projektträgers unter anderem Berufstätige, die in der Region einen neuen Arbeitsplatz antreten, sowie Firmenmitarbeiter, die vorübergehend in der Region tätig sind, und außerdem Unternehmen, die abseits von Homeoffice und Großraumbüros temporäre Arbeitsplätze anbieten wollen.

Der Gemeinderat nahm die Informationen zum Projekt und zum aktuellen Sachstand zur Kenntnis. 

br.