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Stadt Östringen (Druckversion)
Artikel vom 30.11.2020

In die Versorgungssicherheit wurde kontinuierlich investiert

Hohberggruppe ist auch für die Folgen des Klimawandels gut gerüstet

Zunehmend längere Phasen trockener Witterung und steigende Wasserverbräuche führen in verschiedenen deutschen Regionen schon seit einiger Zeit immer wieder zu Engpässen bei der Bereitstellung von Trinkwasser. Auch beim Zweckverband Wasserversorgung Hohberg, der das kostbare Lebenselement für die Stadt Östringen, für die Gemeinden Bad Schönborn, Kronau und Angelbachtal sowie für den Stadtteil Eschelbach der Stadt Sinsheim und den Ortsteil Tairnbach der Gemeinde Mühlhausen fördert und liefert, liegt ein besonderes Augenmerk darauf, für die im Einzugsgebiet lebenden rund 40.000 Menschen sowie die hier ansässigen Betriebe eine Versorgung mit Trinkwasser in guter Qualität und genügender Menge kontinuierlich und vorausschauend zu gewährleisten.

In diesem Zusammenhang inspizierte jetzt der Östringer Bürgermeister Felix Geider in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Hohberggruppe einmal mehr die Förderanlagen im Kronauer Basispumpwerk des Verbands und ließ sich vom Technischen Leiter Volker Gernhälter über die in den letzten Monaten bereits abgeschlossenen und die gegenwärtig laufenden Arbeiten zur Instandhaltung der Betriebsanlagen unterrichten.

Wie Gernhälter informierte, wurde zuletzt der Brunnen 1 des Zweckverbands grundlegend saniert und liefert nun wieder bis zu 60 Liter Trinkwasser pro Sekunde ins Verteilernetz. Weiter wurde die Pumpenförderleistung des Basispumpwerks um zwei zusätzliche Netzpumpen mit einer Förderleistung von jeweils 60 Liter pro Sekunde erweitert. Im kommenden Jahr wird in der Kronauer Anlage zudem noch eine weitere Netzpumpe mit einer Kapazität von bis zu 120 Litern pro Sekunde installiert.

Das aus insgesamt vier Brunnen des Basispumpwerks geförderte Rohwasser des Zweckverbands Hohberg entstammt der sogenannten Kinzig-Murg-Rinne, einer feuchten Senke am Ostrand der Oberrheinebene entlang von Schwarzwald, Kraichgau und Kleinem Odenwald, sowie aus der westlich anschließenden Rheinrinne. Die in diesen geologischen Formationen vorhandenen großen Wasservorkommen sorgen auch im Brunnengebiet der Hohberggruppe für einen in jeglicher Hinsicht ausreichenden Grundwasservorrat, der unter Fachleuten häufig als eine „Oase in einer Oase“ bezeichnet wird und aus hydrogeologischer Sicht mittel- und langfristig keine Versorgungsengpässe erwarten lässt.

Das Rohwasser der Zweckverbands Hohberg wird im Basispumpwerk gefiltert, gereinigt und zu Trinkwasser aufbereitet und wird von dort aus über ein rund 27 Kilometer langes Verteilernetz mit mehreren Pumpstationen und Druckerhöhungsanlagen sowie vier Hochbehältern an die angeschlossenen Kommunen verteilt. „Im Interesse einer jederzeit sicheren und ausreichenden Versorgung mit Trinkwasser guter Qualität wird die Hohberggruppe auch in den kommenden Jahren nachhaltig und zielgerichtet in die weitere Sanierung und Modernisierung der notwendigen technischen Infrastruktur investieren“, stellte der Verbandsvorsitzende Geider jetzt bei der Begehung des Basispumpwerks heraus.

Aktuell beschäftigt sich der Zweckverband unter anderem auch mit den Aspekten einer zentralen Wasserenthärtung, dazu werden bei der öffentlichen Verbandsversammlung am Dienstag, den 1. Dezember, 10.30 Uhr, in der Kreuzberghalle Tiefenbach, Sportplatzstraße 11, die Resultate einer Studie zur Machbarkeit im Verbandsgebiet vorgestellt. Weitere Tagesordnungspunkte sind die Beschlussfassung des Wirtschaftsplans 2021, die Abstimmung der Maßnahmenpläne des Zweckverbands für den Fall einer Störung der Trinkwasserversorgung mit den entsprechenden Konzepten der Mitgliedskommunen sowie die Vergabe eines Auftrags zur Beschaffung digitaler Übertragungstechnik. br.

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