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Artikel vom 27.07.2020

Henna-Traditionen in Marokko

Internationaler Frauentreff am 16. Juli 2020

Beim internationalen Frauentreff am 16. Juli im neuen Repair-und-mehr-Café ging es orientalisch zu. Fatima Zahra hatte aus ihrer marokkanischen Heimat Erlesenes für alle Sinne zu bieten: frisch zubereiteten Grüntee mit Minze in einem landestypischen Service, Datteln, Öl und viele Tuben Henna-Farben.

Wie dies alles miteinander zusammenhängt, erzählte die gelernte Krankenschwester lebendig und am praktischen Beispiel. So erfuhren die neugierigen Besucherinnen, dass der Henna-Strauch dort gedeiht, wo es warm und trocken ist wie in Nord- und Ostafrika, und dass es die getrockneten und zerriebenen Blätter sind, aus denen der Stoff zum Färben gewonnen wird. Während Henna hierzulande vor allem dem Tönen der Haare dient, kommt die Tradition, Hände und Füße zu verzieren, aus der islamischen Welt und aus Indien. Fatima betont die große Bedeutung von Henna im Islam: „Henna wird bei allen großen Festen wie dem Beschneidungsfest eingesetzt, und auch unser Prophet Mohammed hat sich Haare und Bart mit Henna gefärbt.“ Der Duft der Blüten sei sein Parfüm gewesen. Auch als Heilmittel gegen Pocken oder Lepra habe das keimhemmende Henna gedient, einige Medizinmänner nutzten es bis heute. In vielen orientalischen Ländern glaube man, dass Henna vor dem „bösen Blick“ schütze.

Schon die alten Ägypter nutzen Henna-Blüten für die Herstellung von Kosmetika, zum Färben von Stoffen und auch zum Schreiben. Die Griechen stellten Henna-Öl her.

Die  prachtvollen Verzierungen auf die Hände der Besucherinnen zauberte Rasha. Die junge Syrerin hat einen Blick für Details und Farben, was auch ihre ausgestellten Aquarell-Zeichnungen verrieten. Viele Stunden hatte die Nachwuchs-Künstlerin investiert, um die Henna-Farben für die Teilnehmerinnen anzurühren und abzufüllen, denn vor dem Auftragen müssen sie zwei Stunden ziehen, erklärte sie.

Henna-bemalte Hände sollten geschont werden – schließlich muss die Farbe trocknen und soll möglichst lange Freude bereiten. Aus diesem Grund reicht man den Damen Datteln zum traditionell marokkanischen grünen Tee mit Minze: Die süßen Früchte sind sättigend und können mit zwei Fingern gegriffen werden.

Im August macht der internationale Frauentreff Sommerpause. Der nächste Treff ist für den 17.9. von 9–11 Uhr geplant. Ort und Thema werden rechtzeitig bekannt gegeben.

dbs