Aktuelles: Stadt Östringen

Seitenbereiche

Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Logo Bürgermeldungen.com
Titel 1
Text 1
Titel 3
Text 3
Bürgerservice & Verwaltung in Östringen

Hauptbereich

Artikel vom 01.02.2021

Plastik vermeiden im Alltag

Festes Shampoo, Seife statt Duschgel, kompostierbare Bambus-Zahnbürste. Reinigen mit Essig, Öl und Backpulver. Obst, Gemüse, Brötchen im eigenen Beutel einkaufen. Das Auto so lange wie möglich fahren. Kosmetik selber machen: „Ich würde sagen, wir sind auf einem guten Weg“, fasst Marion beim internationalen Frauentreff Östringen die zusammengetragenen bereits bewährten Praktiken zusammen.
Doch sie sei entsetzt, meint Conny, wie viel Müll sie trotzdem noch beim Einkauf erzeuge. Die Zahlen bestätigen ihren Eindruck: Über 227 kg Verpackungsmüll, davon fast 39 kg Plastik, fielen 2018 pro Kopf in Deutschland an – mehr als in jedem andern EU-Land. Und wer auf Wiederverwertung setzt, wird enttäuscht: Von den 5,2 Millionen Tonnen Kunststoffabfällen, die im industriellen und privaten Bereich 2017 zusammenkamen, wurden gerade einmal 15,6 % recycelt. Dafür gehört Deutschland zu den fünf größten Müllexporteuren der Welt und hat damit seinen Anteil am größten Müllstrudel unserer Weltmeere. Er liegt zwischen den USA und Hawaii im Pazifik und ist 4 ½-mal so groß wie Deutschland. In Bulgarien, erzählt Marta, hat illegal aus Italien eingeführter Müll erst im letzten Jahr für einen großen Skandal gesorgt.

Dennoch sind sich die Frauen beim digitalen Frauentreff am 21.1. einig, dass sich die Mühe jedes einzelnen lohnt. „Früher hatte ich eine riesige Auswahl an diversen Putzmitteln, heute habe ich Natron, Soda, Zitronensäure, Apfelessig und einen Putzstein, der hält über ein Jahr“, schilderte eine der Frauen. Andere berichteten, dass auch sie zum Putzen nur noch Seife und alte Hausmittel nutzten. In Bulgarien gebe es eine Putzpaste,  die sogar essbar sei, erzählt Marta. Ihre Mutter habe auch noch Seife selbst hergestellt. Andere kaufen Nachfüllpackungen, um Verpackung einzusparen.

Im Supermarkt sei es nicht so einfach, Plastik zu meiden, merkte eine der Frauen an. Sie kaufe deshalb ihr Obst und Gemüse lieber beim Obst-und Gemüsehändler in Östringen.

Auch die anderen Geschäfte vor Ort machen mit: Es gibt zurzeit gewisse Corona-Einschränkungen, doch im Prinzip akzeptieren die Bäckereien und die Metzgerei mitgebrachte Tüten und Dosen, den Kaffee to go kann man sich in den eigenen Mehrweg-Becher füllen. Es lohnt sich nachzufragen!

Vorbild kann uns die Amerikanerin Bea Johnson sein: Sie hat mit „Zero Waste“, zu Deutsch „Null Müll“ die Antwort: Seit 2008 passt der jährliche Müll ihrer vierköpfigen Familie in ein 1,5l großes Einmachglas.

Der nächste internationale Frauentreff Östringen findet am 25.2. von 9–10:30 Uhr digital über Jitsi Meet statt. Unser Thema anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl: „Frauenwahlrecht international“. 

dbs, hh