Hauptbereich
Ergebnisrechnung für das Vorjahr weist Gewinn von 614.000 Euro aus
Jahresabschlüsse der Stadt und der Eigenbetriebe verabschiedet
Mit jeweils einstimmigem Beschluss stellte der Östringer Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung die Jahresabschlüsse der Stadt sowie der Eigenbetriebe für die Wasser- und Nahwärmeversorgung beziehungsweise für die Abwasserbeseitigung zur Rechnungs- und Wirtschaftsperiode 2025 fest.
Wie Stadtkämmerer Philipp Köhler informierte, fiel das Jahresergebnis 2025 im kommunalen Kernhaushalt wesentlich günstiger aus als ursprünglich erwartet. So konnte jetzt im Saldo der ordentlichen Erträge und der ordentlichen Aufwendungen ein ordentlicher Jahresverlust in Höhe von 614.237 Euro festgestellt werden, während bei der Vorauskalkulation des Etats Anfang 2025 für die laufende Verwaltungstätigkeit noch von einem dicken „Minus“ von knapp 1.629.700 Euro ausgegangen worden war.
Unter Berücksichtigung der außerordentlichen Erträge und Aufwendungen, bei denen beispielsweise Abgangsbuchungen im Zusammenhang mit der Bereinigung von Anlagenbeständen zu Buche schlagen, stellt der Jahresabschluss des Ergebnishaushalts der Stadt Östringen für 2025 nun „unter dem Strich“ einen Überschuss von 480.000 Euro fest.
Insgesamt erwirtschaftete die Stadt Östringen im sogenannten Kämmereihaushalt, somit ohne Eigenbetriebe, mehr als 44,35 Millionen Euro an Erträgen und damit knapp 4,33 Millionen Euro mehr als geplant. Maßgeblich beeinflusst wurde dieser Wert von höheren Einnahmen bei der Gewerbesteuer, deren Aufkommen um 1,93 Millionen Euro über dem Planansatz lag, außerdem von Mehrzuweisungen des Landes beim kommunalen Finanzausgleich, von höheren Schlüsselzuweisungen sowie von höheren Gemeindeanteilen an den Erträgen der Einkommen- und Umsatzsteuer.
Mit einem "Plus" von insgesamt knapp 650.000 Euro entwickelte sich überdies auch das Aufkommen aus privatrechtlichen Entgelten zuletzt positiv, dies unter anderem im Kontext von Vermietungen, der Schulkindbetreuung und der Forstwirtschaft.
Demgegenüber lagen die Aufwendungen des Kernhaushalts im letzten Jahr mit 43,471 Millionen Euro rund 2,085 Millionen Euro über dem Planansatz. Die Personalkosten waren dabei mit 8,943 Millionen Euro zwar weiterhin ansteigend, allerdings konnten bei dieser Ausgabengruppe gegenüber dem ursprünglichen Etatansatz Einsparungen in einer Größenordnung von etwa 388.000 Euro erzielt werden.
Die Sachausgaben der Kommune erhöhten sich im vorigen Jahr allein schon aufgrund der allgemeinen inflationsbedingten Preissteigerungen in allen Bereichen. Insgesamt lagen die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen rund 780.000 Euro über dem ursprünglichen Planansatz von gut 5 Millionen Euro.
Die Auszahlungen aus Investitionstätigkeit lagen in der zurückliegenden Haushaltsperiode bei nahezu 7.187.400 Euro und somit um fast 1.106.200 Euro höher als zunächst geplant. Erhebliche investive Mittel flossen einmal mehr in die Ertüchtigung und Sanierung von Straßen und Wegen im Stadtgebiet, jeweils einen besonderen Schwerpunkt bildeten dabei zuletzt im Stadtteil Odenheim die Schulstraße und Forsthaustraße sowie der Radweg im Gewann "Koschelter".
Darüber hinaus konnten der Stadtfeuerwehr letztes Jahr zwei neue Löschfahrzeuge für die Abteilungen Östringen und Odenheim übergeben werden und bei den Bildungseinrichtungen wurde die umfangreiche Sanierung der Carl-Dänzer-Schule in Odenheim fortgeführt, während die Thomas-Morus-Realschule in der Kernstadt mit einer neuen Lautsprecheranlage ausgestattet wurde. Mit dem Anschluss diverser Schulgebäude an das Glasfasernetz sowie an die Nahwärmeversorgung wurden zudem weitere nachhaltige Investitionen in die Infrastruktur des Bildungszentrums getätigt. Schließlich konnte im vorigen Spätjahr auch mit den Erschließungsarbeiten für das neue Wohnbaugebiet "Dinkelberg IV" begonnen werden.
Wie der Jahresabschluss für 2025 ausweist, hat die Stadt Östringen in der zurückliegenden Wirtschaftsperiode Darlehen im Umfang von mehr als 514.000 Euro getilgt und die kommunalen Kreditverbindlichkeiten sind nun zum Jahresende 2025/2026 mit einem Gesamtbetrag von knapp 15.619.700 Euro festgestellt. Zum selben Zeitpunkt verfügte die Stadtkasse über liquide Mittel in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro.
br.







