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Netze BW startet Bau ihres neuen Regionalzentrums in Östringen
Starke Netze, kurze Wege und sichere Versorgung für die ganze Region
Die Firma Netze BW GmbH macht Östringen zu einem wichtigen Knotenpunkt der Energiewende: Das größte baden-württembergische Netzunternehmen für Strom, Gas und Wasser investiert einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in die Versorgungssicherheit und errichtet im Gewerbegebiet Schenkloch am östlichen Stadtrand auf einer Fläche von rund 37.000 Quadratmetern sein neues Regionalzentrum.
An dem neuen Standort bündelt die Netze BW künftig Logistik, Netzservice und Ausbildung. Beim heutigen Spatenstich gaben Bürgermeister Felix Geider und Bodo Moray, Geschäftsführer der Netze BW, den offiziellen Startschuss für diese wichtige Investition des Unternehmens in die Infrastruktur von morgen - für kurze Wege, sichere Stromnetze und neue Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Region Rhein-Neckar.
Um die besondere strategische Bedeutung des Projekts zu würdigen, haben die Projektbeteiligten im Rahmen der Veranstaltung zum symbolträchtigen ersten Spatenstich mit einer außergewöhnlichen Aktion die Gegenwart mit der Zukunft verbunden: Eine Zeitkapsel, die später an prominenter Stelle im Eingangsbereich des Hauptgebäudes die Besucherinnen und Besucher empfangen wird, wurde mit Zeugnissen unserer Zeit wie einer Zeitung vom Tag des Spatenstichs und persönlichen Nachrichten an zukünftige Generationen befüllt und verschlossen. Ideen für die Inhalte der Zeitkapsel hatte die Netze BW unter anderem auch über ihre Social-Media-Kanäle gesammelt.
Im Ernstfall schnell vor Ort
„Für die Stadt Östringen war die Entscheidung der Netze BW zur Verlegung ihres Regionalzentrums in unser Gewerbegebiet eine großartige Nachricht. Ich freue mich sehr, dass das Gelände am östlichen Stadtrand, das bisher teils noch brach lag, nun eine neue und vielversprechende Perspektive erhält. Der Industrie- und Gewerbestandort Östringen wird durch die Ansiedlung des Regionalzentrums der Netze BW, die auch zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie Steuermehreinnahmen für die Kommune erwarten lässt, zweifelsohne nachhaltig gestärkt“, sagte Bürgermeister Felix Geider anlässlich des ersten Spatenstichs.
Wenn zu Hause das Licht angeht, Betriebe laufen und das öffentliche Leben funktioniert, steckt dahinter mehr als Strom aus der Steckdose: starke Netze, kurze Wege und eingespielte Teams, die im Ernstfall schnell vor Ort sind. Netze BW steht für eine sichere Versorgung in Baden-Württemberg und für einen kundennahen Netzservice.
Am neuen Standort Östringen sind die Einsatzteams des Unternehmens künftig an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für die Region Rhein-Neckar und den Landkreis Karlsruhe einsatzbereit - von der Inspektion und Wartung über die Störungsbeseitigung bis hin zu Montage- und Instandhaltungsarbeiten in Nieder-, Mittel- und Hochspannungsnetzen.
„Für die Netze BW war es wichtig, einen geeigneten regionalen Standort zu finden, an dem wir alle Anforderungen unserer Fachbereiche sowie das aus dem Netzausbau sich ergebende Wachstum realisieren können. Östringen als Standort und dieses Areal bieten für uns ideale Bedingungen“, erklärte nun Bodo Moray, Geschäftsführer der Netze BW.
Die Kräfte bündeln
Investitionen in die Netzinfrastruktur sind eine zentrale Voraussetzung, damit sich die wachsende Zahl von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Ladepunkten für E-Mobilität zuverlässig in das Stromnetz integrieren lässt. Dafür bündelt die Netze BW am neuen Standort in Östringen Material, Technik und Einsatzkräfte - für mehr Tempo beim Netzausbau und gleichermaßen schnelle und wirkungsvolle Hilfe, wenn es darauf ankommt.
Das Betriebsgrundstück des neuen Regionalzentrums Östringen liegt im Geltungsbereich der Bebauungsplanungen „Schenkloch III“ und „Schenkloch IV“ und ist zum Teil bereits mit einem Verwaltungsgebäude, einer Fabrikationshalle mit einem Sozial- und Techniktrakt sowie einer Abstellhalle bebaut. Die Netze BW lässt diese schon von der vorangehenden Nutzung her vorhandenen Gebäude derzeit modernisieren und wird sie teilweise umnutzen.
Zusätzlich entstehen mehrere moderne Neubauten wie eine Lager- und Logistikhalle, zwei Leichtbauten für Betriebsfahrzeuge sowie ein Schüttgutlager mit großem Freilagerbereich. Das Areal bietet zudem Möglichkeiten für nachträgliche Erweiterungen, so dass es auch den zukünftigen Anforderungen des Unternehmens gerecht wird. Der Umbau der Bestandsgebäude soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein, die Neubauten sollen bis Mitte 2027 fertiggestellt werden.
Die Neubauten werden nach den Angaben des Unternehmens hinsichtlich ihrer Nutzungen, Energieverbräuche und der CO₂-Emissionen optimiert errichtet und betrieben. Vorgesehen sind unter anderem der Einsatz von Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und Dachbegrünungen zur Regenwasserspeicherung.
Außerdem errichtet die Netze BW eine erweiterbare Ladeinfrastruktur für E-Mobilität - insgesamt sind 15 Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten geplant. So entstehen am Standort Östringen moderne Arbeitsplätze und zugleich leistungsfähige Infrastruktur, welche die Energiewende in der Region unterstützt.
Zentraler Logistikstandort
Das Regionalzentrum Östringen kümmert sich zukünftig mit seinen rund 180 Mitarbeitenden in der Region um alle Belange in den Nieder-, Mittel- und Hochspannungsnetzen, sowohl in den Freileitungs- als auch in den Kabelverteilnetzen.
Die kostenoptimierte Beschaffung, Bevorratung und Logistik von Netzbaumaterialien ist ein wesentlicher Bestandteil einer sicheren Energieversorgung. Deshalb wird der neue Standort zu einem der zentralen Logistikstandorte der Netze BW ausgebaut. Von Östringen aus werden interne und externe Kundinnen und Kunden in der Region mit Netzbaumaterialien versorgt.
Weitere Schwerpunkte sind die Themen Ausbildung und Qualifizierung zukünftiger Fachkräfte. Schon jetzt bildet die Netze BW in der Region rund 30 Auszubildende zu Elektronikerinnen und Elektronikern für Betriebstechnik sowie Elektronikerinnen und Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik aus. Zudem betreut die Netze BW jährlich etwa 20 Praktikantinnen und Praktikanten, die auf diesem Weg erste Einblicke in die wichtige Arbeit eines führenden Netzbetreibers erhalten, ohne die im wahrsten Sinne des Wortes alle Lichter ausgehen würden.
In Östringen sind darüber hinaus multifunktionale Lernräume für netztechnische Trainingskurse geplant, die sowohl von internen als auch externen Lernenden genutzt werden können, um sich optimal auf die Berufe von heute und morgen vorzubereiten. Neben der Vermittlung von Fachkompetenz liegt der Schwerpunkt besonders auf der Technologiekompetenz, da sich durch die Digitalisierung viele Berufsbilder in Zukunft erheblich verändern werden.
pm / br.













