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24 neue Wohnungen beim Odenheimer Felsenkeller geplant
In unmittelbarer Nachbarschaft soll auch ein Pflegeheim entstehen
Auf dem Grundstück des ehemaligen Gasthauses „Felsenkeller“ am westlichen Odenheimer Ortsrand kann in unmittelbarer Nachbarschaft zur vorhandenen Bestandsimmobilie ein viergeschossiges Mehrfamilienhaus mit 24 barrierefreien Wohneinheiten mit 2 beziehungsweise 3 Zimmern entstehen, dazu erteilte der Östringer Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung ansonsten einmütig das kommunale Einvernehmen im Sinne des Baugesetzbuchs. Zuvor hatte sich auch der Odenheimer Ortschaftsrat im Wege eines Umlaufbeschlusses mehrheitlich für die Umsetzung des Vorhabens auf dem Grundstück Nibelungenstraße 131 ausgesprochen. Für die Erteilung der Baugenehmigung zur Umsetzung des Vorhabens ist die Baurechtsbehörde des Karlsruher Landratsamts zuständig.
Wie Bürgermeister Felix Geider bei der Aussprache zum Tagesordnungspunkt im Gemeinderat informierte, soll in Bezug auf das von einem Wohnbauunternehmen aus Neckarsulm vorgelegte Projekt vom sogenannten „Bau-Turbo“ Gebrauch gemacht werden. Dieses neuartige planungsrechtliche Instrument war im vorigen Jahr vom Bundestag im Rahmen einer Novellierung des Baugesetzbuchs eingeführt worden und soll explizit die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum erleichtern und beschleunigen.
Der Östringer Gemeinderat hatte bereits Ende vorigen Jahres beschlossen, dass der „Bau-Turbo“ bei bestimmten Fallkonstellationen auch im Stadtgebiet zum Einsatz kommen kann und billigte dessen Anwendung nun ausdrücklich auch für das in Rede stehende Bauvorhaben in Odenheim, das im sogenannten unbeplanten Innenbereich realisiert werden soll. Das Stadtparlament stellte damit zusammenhängend jetzt fest, dass sich das auf dem Felsenkeller-Areal geplante Mehrfamilienhaus zwar von seiner Kubatur und seinen Abmessungen her nicht in die Bebauung der Umgebung einfüge, gleichwohl aber städtebaulich vertretbar erscheine und überdies öffentliche Belange nicht beeinträchtigt seien.
Wie bei der Gemeinderatssitzung erläutert wurde, soll der neue Baukörper eine Höhe von etwa 15 Metern erreichen und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden. Insgesamt sind 24 Stellplätze vorgesehen, davon 12 über eine Baulast auf dem benachbarten Grundstück. Die derzeit auf der Baufläche noch vorhandene Garage ist zum Abbruch vorgesehen.
Bekanntgegeben wurde nun außerdem, dass zu einem späteren Zeitpunkt auch das ehemals als Gaststätte genutzte Bestandsgebäude des "Felsenkellers" umfassend saniert und aufgestockt sowie mittels einer Treppenanlage an den Neubau angeschlossen und insgesamt an das Erscheinungsbild des neu entstehenden Mehrfamilienhauses angeglichen werden soll.
Wie zuvor schon bei der Vorberatung des Odenheimer Ortschaftsrats wurde jetzt auch im Zuge der Debatte im Gemeinderats in den Blick gerückt, dass das Vorhaben in einem konzeptionellen Zusammenhang mit der in unmittelbarer Nachbarschaft geplanten Errichtung eines Pflegeheims durch denselben Bauträger stehe.
Dessen Geschäftsführer Rainer Rudolf bestätigte bei der Sitzung des Stadtparlaments, dass die Vorüberlegungen für die Realisierung einer solchen Einrichtung mit Platz für 90 Seniorinnen und Senioren in Wohngruppen und kleinen Wohneinheiten sowie Räumlichkeiten im Dachgeschoss für Personal und Auszubildende bereits durchaus weit vorangeschritten sind.
Im Dialog mit den Gemeinderäten machte Rudolf unter Hinweis auf die herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Realisierung eines solchen Vorhabens deutlich, dass eine Reduzierung der Platzkapazität des aktuell mit fünf Geschossen projektierten Pflegeheims aus der Sicht des Investors absehbar nicht in Betracht gezogen werden könne. Während die bei der Sitzung verwendete Visualisierung eines „Massenmodells“ des Pflegeheims wegen der angedachten baulichen Abmessungen nun von den Ratsmitgliedern teils durchaus mit Skepsis betrachtet wurde, stellte Bürgermeister Geider heraus, dass über dieses weitere Bauvorhaben nun noch gar nicht zu entscheiden sei. Als Eigentümerin eines Teils der für das Pflegeheim benötigten Grundfläche habe die Stadt diesbezüglich zu gegebener Zeit noch weitergehende Möglichkeiten der Mitsprache und Einflussnahme, betonte der Rathauschef.
br.







