Hauptbereich
Wasserentnahmestelle beim Bauhof vorerst außer Betrieb
Ursache für erheblichen Druckabfall muss erst noch erkundet werden
In Östringen musste jetzt die öffentliche Wasserentnahmestelle auf dem Vorplatz des städtischen Bauhofs zumindest vorläufig außer Betrieb genommen werden. Schon bei der Auswinterung vor einigen Wochen hatte Wassermeister Thomas Liebrich festgestellt, dass der Wasserdruck in der Leitung erhebliche Schwankungen aufwies und mittlerweile ist das kühle Nass aus dem Untergrund über längere Phasen auch ganz ausgeblieben.
Die Suche nach der Ursache des Druckabfalls wird sich nun durchaus nicht trivial gestalten, zumal die von vielen Einwohnerinnen und Einwohnern gerne für Zwecke der Gartenbewässerung genutzte Zapfvorrichtung beim Gelände des kommunalen Baubetriebshofs im Gewann „Erlenbrüchle“ nicht aus dem allgemeinen städtischen Wasserversorgungssystem gespeist wird. Die Entnahmestelle unweit der historischen Zopfkapelle wird vielmehr von mehreren etwa einen Kilometer östlich im Geländeeinschnitt des Talsbachs vorhandenen natürlichen Quellen, den sogenannten „Neunbrunnen“, versorgt und im Falle eines Rohrbruchs an der nahezu hundert Jahre alten Leitung wird sich die Suche nach der Leckage und wohl auch eine etwaige Instandsetzung nach erster Einschätzung als äußerst schwierig und aufwendig erweisen.
Die Neunbrunnenquelle war einst wegen ihrer Schüttung und auch wegen der guten Qualität des dort zutage tretenden Wassers bis weit in die 1950-er Jahre hinein beziehungsweise bis zur Inbetriebnahme der durch den Zweckverband Hohberg gewährleisteten zentralen Versorgung ein ganz maßgeblicher Faktor für die Bereitstellung von Trinkwasser im Östringer Gemeindegebiet. So verarbeiteten beispielsweise auch die damals vorhandenen ortsansässigen Hersteller von kohlensäurehaltigem Sprudel ausschließlich das Wasser von der Neunbrunnenquelle.
br.







