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Steinerne Zeugen der Vergangenheit wirkungsvoll neu in Szene gesetzt
Grenzstein-Lapidarium wird demnächst seiner Bestimmung übergeben
In Östringen hat im vorigen Herbst eine Sammlung historischer Grenzsteine aus dem Stadtgebiet ihren Standort an einem beliebten Aussichts- und Rastplatz für Spaziergänger und Wanderer in der Feldflur unweit des sogenannten Roten Kreuzes gefunden.
Die Marksteine, die ursprünglich alte Waldbesitz- oder Gemarkungsgrenzen kennzeichneten und zwischenzeitlich funktionslos geworden waren, hatten Privatleute über etliche Jahre hinweg beim städtischen Heimatmuseum abgegeben, wo mit der Zeit ein stattlicher Fundus dieser steinernen Zeitzeugen aus der Ortsgeschichte entstanden war.
Auf Initiative und unter Anleitung des pensionierten Pädagogen Wolfgang Essig wurden die Grenzsteine inzwischen von den Mitgliedern des Freundeskreises des Heimatmuseums mit viel ehrenamtlichem Engagement näher begutachtet und ihre charakteristischen Merkmale in einer Datensammlung erfasst.
Da es sich bei den alten Marksteinen um Kleindenkmale handelt, die nicht in den Räumlichkeiten des Heimatmuseums verbleiben sollten, wurden ein gutes Dutzend davon jetzt auf dem privaten Grundstück eines Mitglieds der Gruppe der Östringer Museumsfreunde an der Weggabelung der sogenannten Boppentaler Gasse mit dem zwischen Östringen und Odenheim verlaufenden Radweg der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Während bei manchen Grenzsteinen trotz akribischer Recherche die genauen ursprünglichen Standorte und mitunter auch das Jahr ihrer Aufstellung noch nicht ermittelt werden konnten, sind andere mit eingemeißelten Buchstaben und Wappen gekennzeichnet, die Aufschluss über historische Zusammenhänge geben. Die ältesten der ausgestellten Kleindenkmale, so beispielsweise ein Markstein des Bischofs von Frankenstein-Breitbeil, datieren aus der Mitte des 16. Jahrhunderts.
Die Einweihung des Östringer Grenzstein-Lapidariums durch Bürgermeister Felix Geider und den Initiator Wolfgang Essig findet am Sonntag, den 19. April, um 11.30 Uhr im Rahmen des Aktionstags „Östringer Wanderlust“ statt, bei dem der Bevölkerung und den interessierten Gästen aus der Region auch die neue Beschilderung der Wanderwege im Stadtgebiet vorgestellt wird.
br.







