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Schlaue Füchse, knallige Cowboys und kultige Hexen machten Party
Kunterbuntes Narrengewusel auf dem Nibelungenring
Beim diesjährigen Odenheimer Rosenmontagsumzug, der einmal mehr viele tausend Schaulustige aus der ganzen Region anzog, mangelte es an gar nichts, nicht einmal an Wetterkapriolen von der besten Sorte, die der prächtigen Stimmung rund um den innerörtlichen „Nibelungenring“ allerdings kaum etwas anhaben konnten.
Unter der Regie von Oberzugmarschall Frank Maßfeller und Präsident Matthäus Wollfarth hatten die Elferräte der Odenheimer Karnevalsgesellschaft (OKG) ihr traditionsreiches Narrenspektakel einmal mehr hervorragend vorbereitet. Obwohl die angestammte „Aufmarschzone“ für die Zugteilnehmer vor der Mehrzweckhalle heuer wegen der Großbaustelle in der Forsthausstraße in die Nibelungenstraße verlegt werden musste, kamen die weit über 60 Motivwagen und Fußgruppen auf Anhieb bestens in Schwung und paradierten mit funkensprühendem Elan an den ebenfalls bunt kostümierten Zaungästen am Straßenrand vorbei.
Wie eh und je besonders hoch schlugen die närrischen Wellen an den klassischen „Stimmungsnestern“ auf Höhe der Apotheke sowie auf dem Rathausvorplatz, wo die Menschen teils in dritter oder vierter Reihe das Geschehen verfolgten und sich häufig und gerne auch auf ein Tänzchen auf der Odenheimer Fastnachtspiste einließen – wahlweise mit einer kessen Biene, einer knorzigen Hexe, einem geheimnisvollen Zauberlehrling aus Hogwarts oder einem süßen Gummibärchen.
Die Kids am Straßenrand nutzten beim Rosenmontagsumzug einmal mehr ausgiebig die Gelegenheit, sich ihren Jahresvorrat an leckeren Süßigkeiten zuzulegen. Beim Anblick der schrullig-schaurig daherkommenden Perchten aus dem alpenländischen Brauchtum machten die Kleinen jedoch große Augen und erstmal auch einen Schritt rückwärts, nur um im nächsten Augenblick in helles Gelächter zu verfallen, wenn eine der markanten bajuwarischen Maskengestalten im Nu einen der Kiebitze vom Bürgersteig auf die Straße gezerrt und ihm mit einem Reisigbesen den Allerwertesten versohlt hatte.
Auch vom Versuchslabor der Wettergötter, aus dem am Rosenmontag zwischendurch wahlweise ein kräftiger Schlagregen oder auch mal ein Graupelschauer in den Kraichgau geschickt wurde, ließen sich die Fastnachter nicht aus der Bahn werfen und feierten trotz aller meteorologischen Widrigkeiten ausgelassen den Höhepunkt des Odenheimer Karnevals.
Schon von ihrer prima Prunksitzung vom Vorabend unter dem Motto „Skandinavische Fastnacht“ hatten die OKG-Elferräte kräftig „Wind in den Segeln“ mitgebracht und führten beim Rosenmontagsumzug ihre rollende Faschingsparty sicher ans Ziel. Die Mischung stimmte einfach und die klug gewählte Abfolge der Musikkapellen, Fußgruppen und Motivwagen, deren Akteure den Zuschauern am Straßenrand nicht nur tüchtig einheizten, sondern sie allenthalben auch zum Mitmachen animierten, trieb das Launebarometer bei der gut zweistündigen Sause in ungeahnte Höhen.
Die zahlreichen mitwirkenden Narrenabordnungen aus Tiefenbach, Eichelberg, Zeutern, Menzingen, Landshausen, Flehingen und weiteren Ortschaften der näheren und weiteren Umgebung stellten eindrucksvoll unter Beweis, dass die Faschingshochburg Odenheim eine ungebrochene Anziehungskraft genießt.
Für Umzügler und Zuschauer war auch lange nach dem Ende der tollen Faschingsparade noch nicht Schluss, denn im „Narrendorf“ in der Ortsmitte wurde noch munter weiter gefeiert.
Polizei, Ordnungsdienste und Stadtverwaltung konnten schließlich eine insgesamt positive Bilanz zu der Veranstaltung ziehen. Mehrere alkoholisierte Jugendliche mussten allerdings von den Einsatzkräften vorübergehend in Obhut genommen werden.
br.




































































