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Detaillierte Analyse für alle Teile des Siedlungsgebiets beschlossen
Bei der kommunalen Wärmeplanung kooperiert die Stadt mit der Netze BW
Bei seiner jüngsten Sitzung wurde der Östringer Gemeinderat jetzt in Bezug auf die anstehende Ausarbeitung einer kommunalen Wärmeplanung über die Ergebnisse der sogenannten Eignungsprüfung der verschiedenen Teilbereiche des Siedlungsgebiets informiert. Ziel der Wärmeplanung ist die Entwicklung einer nachhaltigen Strategie für eine klimaneutrale, wirtschaftliche und zukunftssichere Wärmeversorgung der Kommune.
Im Sinne der Vorgaben des bundeseinheitlichen Wärmeplanungsgesetzes sowie deren Anpassungen durch das baden-württembergische Klimagesetz dient die Eignungsprüfung – noch bevor es an die eigentliche Bestandsanalyse geht – gleichsam als „Grobsieb“ und kann Gebiete identifizieren, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für ein leitungsgebundenes Wärmenetz eignen.
Wie nun Bürgermeister Felix Geider und die städtische Umwelt- und Klimaschutzbeauftragte Iris Fischer-Kipp bei der Berichterstattung im Gemeinderat in den Blick rückten, kann mit den Erkenntnissen aus der vorgeschalteten Eignungsprüfung gegebenenfalls für die Kommunen, die eine Wärmeplanung aufstellen, im weiteren Verfahrensgang der Aufwand bei der Feinanalyse dementsprechend reduziert werden.
Kooperationspartner der Stadt bei der kommunalen Wärmeplanung ist auf Basis der vom Gemeinderat vor Jahresfrist beschlossenen Beauftragung die Firma Netze BW GmbH, deren Ende Dezember fertiggestelltes Gutachten zur Eignungsprüfung nun den Mitgliedern des Gemeinderats zur Kenntnis gebracht wurde. Der Report der Netze BW GmbH weist aus, dass grundsätzlich alle Östringer Siedlungsgebiete für eine reguläre und vollumfängliche Wärmeplanung in Betracht kommen, und der Gemeinderat billigte jetzt auch ausdrücklich die diesbezügliche Information der Öffentlichkeit durch eine entsprechende Bekanntmachung.
Bei der als nächstes folgenden Bestandsanalyse werde n der aktuelle Wärmebedarf und -verbrauch der im Untersuchungsgebiet vorhandenen Gebäude erfasst und die vorhandenen Gebäudetypen, deren Versorgungsstrukturen sowie die resultierenden Treibhausgasemissionen ermittelt. Im Anschluss werden bei der Potentialanalyse die Möglichkeiten zur Einsparung von Wärmeenergie in verschiedenen Sektoren identifiziert, während gleichzeitig die lokal verfügbaren Potenziale an erneuerbaren Energien und Abwärme erfasst werden. Auf dieser Datenbasis wird schließlich ein Szenario entwickelt, das beschreibt, wie der Wärmebedarf in Östringen bis zum Jahr 2040 klimaneutral gedeckt werden kann, wofür das beplante Gebiet in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete eingeteilt und die Eignung jedes Teilsektors für die Versorgung über ein Wärmenetz, ein Wasserstoffnetz und die dezentrale Wärmeerzeugung bewertet wird. Am Ende soll ein konkretes Konzept auf dem Tisch liegen, das die möglichen Maßnahmen, die Prioritäten und den Zeitrahmen für die Umsetzung des kommunalen Wärmeplans festlegt, um die erreichbaren Energieeinsparungen zu realisieren und den Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgungsstruktur zu gewährleisten.
br.







