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Mahnendes Gedenken an die Opfer von Krieg, Terror und Gewalt
Kranzniederlegungen am Volkstrauertag
In Östringen, Odenheim, Eichelberg und Tiefenbach wurde jetzt am Wochenende anlässlich des Volkstrauertags an die unzähligen Opfer von Gewaltherrschaft, Krieg, Flucht, Vertreibung und weltweit immer wieder aufflammendem Rassenhass erinnert.
Bei der Gedenkfeier auf dem Friedhof der Kernstadt legte Bürgermeister Felix Geider am Ehrenmal für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege einen Kranz nieder. In seiner Ansprache lenkte Geider den Blick darauf, dass die Fähigkeit zur Sicherung des Friedens in einer sich schnell verändernden weltpolitischen Lage auch beinhaltet, sich für den Ernstfall zu wappnen.
„Wenn wir heute auf die Welt blicken, dann sehen wir, wie brüchig der Frieden geworden ist“, sagte das Stadtoberhaupt und fügte an, der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, der inzwischen bereits dreieinhalb Jahre andauert, habe „vor Augen geführt, dass Frieden und Freiheit keine Selbstverständlichkeit sind. Sie müssen verteidigt werden – politisch, wirtschaftlich, militärisch, aber auch moralisch“.
Der Östringer Rathauschef lenkte bei seiner Ansprache zum Volkstrauertag den Blick darauf, dass der Einzelne auch unter dem Eindruck gesellschaftlicher Verwerfungen und weltweit wachsender Fluchtbewegungen einen wirkungsvollen Impuls für den Frieden setzen könne. Dabei gehe es um das Erinnern mit Haltung, das sich gegen Hass, Ausgrenzung und Gleichgültigkeit wendet, aber auch um die Förderung des Dialogs sowie um die Stärkung der Demokratie sowie des gesellschaftlichen Miteinanders, indem Respekt, Meinungsfreiheit und Toleranz der notwendige Raum gegeben wird.
Bürgermeister Geider mahnte schließlich auch Wertschätzung für die wichtigen Funktionen der Bundeswehr beim Schutz unseres Gemeinwesens an: „Unsere Soldatinnen und Soldaten sind Teil dieser Gesellschaft – Bürger in Uniform. Sie dienen dem Frieden, nicht dem Krieg. Sie verdienen daher Respekt und Rückhalt.“
Die Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Östringen, bei der Schülerinnen und Schüler des Leibniz-Gymnasiums sowie der Thomas-Morus-Realschule ihre Gedanken anlässlich des besonderen gesetzlichen Feiertags artikulierten, wurde in gelungener Weise musikalisch umrahmt vom Chor NovaPhonix sowie vom Bläserensemble des Musikvereins, das zudem auch die nachfolgende Kranzniederlegung durch den Bürgermeister am Ehrenmal der Gefallenen und Vermissten begleitete.
Bürgermeister Geider dankte allen mitwirkenden Institutionen, Vereinen und Gruppen, zu denen auch die Abordnungen des Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Freiwilligen Feuerwehr zählten, nachdrücklich für ihre Anwesenheit und ihre Beteiligung an der würdevollen Ausgestaltung der Zeremonie zum Volkstrauertag, bei der auch zahlreiche Mitglieder des Gemeinderats sowie Repräsentanten der Bundeswehr zugegen waren.
In gleicher Weise wurde auch bei entsprechenden Gedenkfeiern in Odenheim, Eichelberg und Tiefenbach, bei denen die Ortsvorsteher Thomas Krapp, Joachim Zorn und Thomas Behr die Ansprache hielten und bei denen die jeweiligen örtlichen kulturellen Vereine für eine würdevolle Ausgestaltung Sorge trugen. an die Toten der Weltkriege sowie der in den zurückliegenden Jahrzehnten rund um den Globus zu beklagenden Opfer von militärischen Konflikten, Terror und Gewalt erinnert.
br.











