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Ein neuer Lebensmittelpunkt für rund 700 Menschen
Erschließung für das Wohnquartier "Dinkelberg IV" hat begonnen
In Östringen konnte nun Bürgermeister Felix Geider zum Auftakt der Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet „Dinkelberg IV“ neben den Repräsentanten der beteiligten Planungsbüros sowie der ausführenden Bauunternehmung auch zahlreiche Eigentümer der in dem künftigen Wohnquartier gebildeten Grundstücke willkommen heißen.
„Der heutige symbolische Spatenstich ist für Östringen in der Tat ein historischer Moment“, betonte das Stadtoberhaupt bei der Begrüßung der Gäste auf dem ersten Baufeld bei der Kreisverkehrsanlage an der Bundesstraße 292 am westlichen Stadtrand, von wo aus die Zufahrtsstraße mit einer Länge von rund 400 Metern zum künftigen Wohngebiet geführt wird.
Das Areal „Dinkelberg IV“ hatte bereits 2003 auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Erich Bamberger Aufnahme in den kommunalen Flächennutzungsplan der Stadt Östringen gefunden, aber aus den unterschiedlichsten Gründen heraus dauerte es letztlich vierzehn Jahre, bis der Gemeinderat 2017 den Aufstellungsbeschluss für den entsprechenden Bebauungsplan fassen konnte.
Um das anschließende Planungs- und das Umlegungsverfahren erfolgreich zu Ende führen zu können, brauchte es für die Stadtverwaltung sowie für die mit dem Projekt befassten Architekten, Ingenieure und Experten für Fragen des Natur- und Artenschutzes durchaus einen langen Atem, auch daran erinnerte jetzt Bürgermeister Geider beim Auftakt der Bauarbeiten. Neben der Konzeptionierung des Wohngebiets, in dem auf einer reinen Baufläche von rund 7,5 Hektar insgesamt 138 Baugrundstücke entstehen, ging es in dieser Phase dabei fortwährend vor allem auch um komplexe Fragen, wie die Inanspruchnahme der mit zahleichen Biotopstrukturen durchsetzten Feldflur für Zwecke des Wohnbaus durch geeignete Maßnahmen des ökologischen Ausgleichs zu kompensieren ist.
Um das neue Wohngebiet, das nach den aktuellen Vorausrechnungen für etwa 700 Menschen zum neuen Lebensmittelpunkt wird, überhaupt „an den Start“ bringen zu können, musste Östringen außerhalb der eigentlichen Bauzone Ausgleichsflächen in einem Gesamtumfang von 5,5 Hektar identifizieren, die nach den verbindlichen Vorgaben der Genehmigungsbehörden zu pflegen und ökologisch aufzuwerten sind.
„Wenn die Verwaltung und der Gemeinderat damals gewusst hätten, was da auf uns zukommt, wäre die Umsetzung des Bebauungsplans womöglich nicht angegangen worden“, bekannte der Rathauschef jetzt durchaus nachdenklich und spielte damit beispielsweise darauf an, dass verschiedene verschärfte gesetzliche Vorgaben von Bund und Land für die Gewährleistung des ökologischen Ausgleichs erst Jahre nach dem Aufstellungsbeschluss zustande gekommen sind. „Umso mehr bin ich sehr stolz, dass wir heute gemeinsam diesen „Spatenstich“ vollziehen können“, sagte Bürgermeister Geider beim Auftakt der Bauarbeiten und dankte damit verbunden allen beteiligten Fachleuten nachdrücklich für ihre sachkundige Arbeit und den Genehmigungsbehörden für das gute Zusammenwirken im Verfahrensgang.
Verwirklicht wird das Baugebiet „Dinkelberg IV“ von der Stadt Östringen in einer Kooperation mit der PEG Planungs- und Entwicklungsgesellschaft aus Mühlacker, die als Erschließungsträger fungiert und deren Repräsentant Sebastian Gerst nun den Gästen beim „ersten Spatenstich“ die weitere zeitliche Abfolge der Arbeiten aufzeigte.
Wie Gerst erläuterte, soll zunächst bis zum kommenden Frühjahr die Zufahrtsstraße zum eigentlichen Baugebiet vom Kreisverkehr an der Bundesstraße mit einem Brückenbauwerk über den Freibach hinweg nach Norden bis zur Querung des sogenannten „Mingolsheimer Wegs“ geführt werden. Über diese Zufahrt vom Kreisverkehr an der B 292 wird in den kommenden Jahren auch der gesamte Baustellenverkehr zur Erschließung des Wohngebiets abgewickelt.
Im zweiten Bauabschnitt folgt nach den Angaben von Gerst voraussichtlich ab Mai 2026 der Zusammenschluss der neuen Zufahrt mit der Anbindung des künftigen Wohnquartiers von der Goethestraße her, bevor es dann „bis Mitte/Ende 2028“ in weiteren Phasen um die Herstellung der inneren Erschließung der Bauzone in mehreren Abschnitten von Süden nach Norden gehe. Die Gesamtkosten für die Realisierung des Wohnquartiers „Dinkelberg IV“ bezifferte Sebastian Gerst, der am Wochenende beim „ersten Spatenstich“ seine Hoffnung auf einen störungs- und unfallfreien Verlauf der Arbeiten zum Ausdruck brachte und gerne auch für die Nachfragen der Grundstückseigentümer zum Projektablauf zur Verfügung stand, mit voraussichtlich rund 20 Millionen Euro.
br.










