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Mahnmal zum Gedenken an die Judendeportation beschädigt
Zeugenaufruf der Stadtverwaltung und der Polizei
Von einem bislang unbekannten Täter ist in Östringen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag das Mahnmal zum Gedenken an die Deportation jüdischer Menschen am 22. Oktober 1940 beschädigt worden. Von Passanten war der Stadtverwaltung am Freitagvormittag kurz nach 7 Uhr gemeldet worden, dass das vor der Gustav-Wolf-Kunstgalerie am Leiberg aufgestellte Erinnerungszeichen, ein stilisierter Eisenbahnwaggon auf einem Natursteinsockel, mit Sprühfarbe verunstaltet worden ist.
Das Polizeirevier Bad Schönborn, der Polizeiposten Östringen und auch der polizeiliche Staatsschutz beim Polizeipräsidium haben unverzüglich ihre Ermittlungen aufgenommen. Die Stadtverwaltung und die Polizei bitten die Bevölkerung um aktive Mithilfe bei der Aufklärung des Vorfalls.
Von der Stadtverwaltung wurde nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen unverzüglich die Reinigung des Mahnmals durch die ortsansässige Firma Fellhauer Maler und Lackierer veranlasst. Bis zum frühen Freitagnachmittag konnten diese Arbeiten erfolgreich abgeschlossen werden.
Zeugen, die in der Nacht von Donnerstag auf Freitag dieser Woche beziehungsweise freitags in den frühen Morgenstunden im Umfeld der Gedenkstätte verdächtige Personen beobachtet haben oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich diesbezüglich unter der Rufnummer 07253/8026-0 mit dem Polizeirevier Bad Schönborn in Verbindung zu setzen.
Für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters bzw. der Täter führen, hat die Stadtverwaltung Östringen eine Belohnung in Höhe von 500 Euro ausgesetzt.
br.







