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Fachkundige Beratung zu den Visitenkarten der Ladengeschäfte
Östringer Einzelhändler konnten einen „Schaufenster-Check“ machen lassen
In Östringen wurde die gemeinsam von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Karlsruhe und der Stadtverwaltung organisierte Initiative "Innenstadt und Handel 2030" diese Woche mit einem "Schaufenster-Check" fortgesetzt. Nachdem zurückliegend bereits erfolgreich Workshops für Gewerbetreibende über die effiziente Nutzung digitaler Marketinginstrumente wie Google My Business und Instagram durchgeführt werden konnten, wurde nun bei dem jüngsten weiteren Baustein der Veranstaltungsreihe gezielt die visuelle Außenwirkung von insgesamt sechs Ladengeschäften entlang der Hauptstraße in den Blick genommen, die sich für eine solche für sie kostenlose externe Begutachtung beworben hatten.
Ins Werk gesetzt wurde der Östringer Schaufenster-Check im Auftrag der IHK von der studierten Modedesignerin Diana Mosler, die während ihrer inzwischen mehr als 25-jährigen Berufstätigkeit in der Modebranche auch reichlich Praxiserfahrung zu Aspekten der visuellen Verkaufsförderung im Einzelhandel gesammelt hat. Vor mittlerweile neun Jahren entschloss sich Mosler mit der Gründung ihres eigenen Unternehmens FORMgefühl zum Schritt in die berufliche Selbständigkeit und unterstützt seither interessierte Gewerbetreibende und Ladenbesitzer als Fachberaterin bei Fragen einer attraktiven Gestaltung ihrer Verkaufs- und Geschäftsräume. im Rahmen des vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus ausgegebenen Förderprogramms "Innenstadtberater" bringt sich Diana Mosler außerdem landesweit in teilnehmenden Städten und Gemeinden wie nun in Östringen mit ihrer besonderen Expertise ein.
In Östringen fügt sich die Initiative "Innenstadt und Handel 2030" gut mit den derzeit laufenden Planungen der Kommune zum Sanierungskonzept "Vom Bürgerpark zur Neuen Mitte" zusammen, betonte jetzt Bürgermeister Felix Geider anlässlich des "Schaufenster-Checks" im Gespräch mit Wiebke Steinkamp, die bei der IHK Karlsruhe als zuständige Referentin und Ansprechpartnerin für Dienstleistungswirtschaft und Tourismus fungiert. "Mit den vorgesehenen städtebaulichen Maßnahmen wollen wir der Ortsmitte neue Impulse geben, die Aufenthaltsqualität im Zentrum steigern und die von uns beeinflussbaren Rahmenbedingungen für die Einzelhändler verbessern", bekräftigte der Rathauschef und sah die aktuelle IHK-Kampagne "Innenstadt und Handel 2030" dementsprechend als ideale Ergänzung.
Für Mosler sind die Schaufenster und der Zugangsbereich eines Einzelhandelsbetriebs die ersten und oft schon entscheidenden Kontaktflächen zwischen dem Ladengeschäft und den potentiellen Kunden. Gleichsam als "Visitenkarte" eines Ladens bieten sie visuelle Anreize, wecken Neugierde und können dadurch die spätere Kaufentscheidung schon ganz maßgeblich beeinflussen, analysiert die Expertin. "Eine offene Eingangstür wirkt beispielsweise gleich viel einladender und sympathischer", findet die Fachfrau für ´visual merchandising´, die den Inhabern darüber hinaus in Bezug auf die Gestaltung der Schaufenster empfiehlt, sich nicht zuletzt auch von ihren eigenen Einschätzungen leiten zu lassen, wodurch sich ihr Geschäft in besonderer Weise von anderen Läden am Standort abhebt. Da kann nach Ansicht von Diana Mosler dann beispielsweise durchaus auch mal in Betracht kommen, im Schaufenster Fotos vom Team der Mitarbeitenden zu präsentieren. Auch sogenannte "Kunden-Stopper" in Gestalt einer Werbetafel oder eines Klappaufstellers können ihrer Überzeugung nach zuverlässig gute Dienste leisten.
Andere Rahmenbedingungen, die Einfluss auf das Interesse und den Zuspruch der Kunden haben, liegen wiederum eher außerhalb der direkten Einwirkungsmöglichkeiten der Ladenbesitzer, auch diesbezüglich hatte Diana Mosler bei ihrer Visite in Östringen im Gespräch mit Bürgermeister Felix Geider eine klare Einschätzung. So sieht Mosler beispielsweise das hohe Verkehrsaufkommen auf der Hauptstraße eher weniger als "Stressfaktor" für die Geschäfte, dafür schon eher die vergleichsweise geringe Anzahl an verfügbaren Parkplätzen in der Stadtmitte.
Auch bei der Durchgrünung der zentralen Siedlungsbereiche kommt es nach Überzeugung von Fachberaterin Mosler auf passgenaue Lösungen im Einzelfall an. So sieht Mosler einerseits Bäume und ansprechende Grünbereiche als unverzichtbare Elemente im Erscheinungsbild öffentlicher Straßen, Wege und Plätze, allerdings sollten ihrer Empfehlung nach gerade bei Neupflanzungen vor allem auch die Verfügbarkeit von Parkplätzen oder die Auswirkungen auf die Sichtbarkeit der Schaufenster und Zugangsbereiche der Einzelhandelsgeschäfte stets mit bedacht werden.
Die Veranstaltungsreihe des Projekts „Innenstadt und Handel 2030“ wird in Östringen am kommenden Dienstag, den 22. Juli, 19 Uhr, mit dem von IHK-Fachberater Michael Rausch moderierten sogenannten „Innenstadt-Check“ im Bürgersaal des Rathauses fortgesetzt, zu dem alle Gewerbetreibenden mit einem Ladengeschäft oder einem Büro im Ortszentrum eingeladen sind.
br.








