Hauptbereich
Keine nachteiligen Auswirkungen auf Naturdenkmal zu befürchten
Vorranggebiet für Windenergie soll nicht eingeschränkt werden

Im Zuge der zweiten Offenlage zur Teilfortschreibung des Regionalplans des Verbands Region Karlsruhe hat sich jetzt der Östringer Gemeinderat in Bezug auf das Regionalplankapitel 4.2.4 – Windenergie gegen die seietns des Verbands aktuell in Betracht gezogene Reduzierung der Fläche des Vorranggebiets „WE 7 – Östringen“ ausgesprochen. Auf Basis der während einer ersten Offenlage eingegangenen Anregungen und Hinweise hatte der Regionalverband das im Raum Östringen ausgewiesene Vorranggebiet WE 7 aufgrund eines Vorsorgeabstands zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 sowie wegen der Annahme potentieller Auswirkungen auf das flächenhafte Naturdenkmal „Silzbrunnen“ in einem Teilbereich reduziert.
Während der Regionalverband mit den Planunterlagen der zweiten Offenlage nun die Absicht zum Ausdruck gebracht hat, das Vorranggebiet für Windenergie mit der modifizierten Gebietsabgrenzung festzustellen, verfolgt die Stadt mit ihrer diesbezüglichen Eingabe auf Grundlage des Gemeinderatsbeschlusses die Zielsetzung, die ursprüngliche Zonierung von WE 7 wieder herzustellen. Gestützt wird die kommunale Stellungnahme von einer vom Vorhabenträger EnBW AG in Auftrag gegebenen naturschutzfachlichen Expertise, die belegt, dass keine Flächen des Naturdenkmals in Anspruch genommen werden und auch ein „Überstrich“ der Rotoren von Windenergieanlagen weit oberhalb des Baumbestands keine Beeinträchtigung der charakteristischen Arten oder des Schutzzwecks erwarten lässt.
„Das Naturdenkmal Silzbrunnen wird von der geplanten Realisierung von Windenergieanlagen im Vorranggebiet in keiner Weise tangiert“, begründete Bürgermeister Felix Geider bei der Aussprache im Gemeinderat die Beschlussempfehlung der Verwaltung, die von den Rastmitgliedern unisono befürwortet wurde.
Mit Blick auf die Überlegungen in der Nachbargemeinde Angelbachtal, ein Vorranggebiet für Windenergie teils unmittelbar entlang der Gemarkungsgrenze zu Östringen im Bereich der dortigen Walddistrikte Steinrutschen und Wüstrott auszuweisen, forderte Stadtrat Martin Scheuring (CDU) die Verwaltung auf, diesbezüglich für die Rechte der Östringer Einwohnerschaft im Bereich der Siedlung Schindelberg einzutreten.
br.






