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Netze BW investiert kontinuierlich in die Sicherheit der Stromversorgung
Besondere Herausforderungen durch die Energiewende
Bei der jüngsten Sitzung des Östringer Gemeinderats wurden die Bürgervertreter umfassend über die aktuellen Situation bei der Stromversorgung der Kommune informiert.
Im Rahmen seiner Berichterstattung über den Zustand und die Leistungsfähigkeit des regionalen und lokalen Stromnetzes gab Regionalmanager Willi Parstorfer vom Verteilnetzbetreiber Netze BW GmbH Auskunft, dass der Anteil der unmittelbar vor Ort in das Stromnetz eingespeisten Elektrizität am gesamten Stromverbrauch im Östringer Stadtgebiet auch zuletzt kontinuierlich angestiegen ist und 2023 knapp 21 Prozent erreichte. Im vorvergangenen Jahr wurden von der Netze BW GmbH an die privaten, gewerblichen und öffentlichen Abnehmer in der Kraichgaustadt insgesamt 44.422 Megawattstunden Strom geliefert, während zugleich auch nahezu 9.290 Megawattstunden „Sonnenstrom“ von angeschlossenen Photovoltaikanlagen in das Verteilnetz eingespeist wurden.
Wie Regionalmanager Parstorfer darlegte, waren in Östringen beim Verteilnetzbetreiber Netze BW GmbH im ersten Quartal 2025 über alle Ortsteile hinweg gesehen 1.080 Photovoltaikanlagen, 19 Aggregate zur Kraft-Wärme-Kopplung sowie ein Biomasse-System registriert, die zusammengenommen eine elektrische Leistung von mehr als 15,7 Megawatt repräsentieren.
Nach den im Gemeinderat vorgestellten Daten investierte die Netze BW GmbH in Östringen allein im Zeitraum von 2020 bis 2024 insgesamt knapp 17,4 Millionen Euro in den zukunftsfähigen Ausbau des lokalen Stromnetzes, unter anderem bei der Verbesserung des Nieder- und Mittelspannungsnetzes, beim Abbau von Freileitungen, bei der Verlegung von Erdkabeln, beim Bau neuer Umspannstationen sowie bei der Erschließung neuer Gewerbe- oder Wohnbauflächen. Mit Blick auf die besonderen Herausforderungen der Energiewende werde die Verstärkung und Erweiterung des örtlichen Stromnetzes nach Angaben von Netze BW-Repräsentant Parstorfer von dem Stromverteilnetzbetreiber auch in den kommenden Jahren entschlossen fortgesetzt.
Das Elektrizitätsnetz im Östringer Stadtgebiet hat gegenwärtig eine Gesamtlänge von etwas mehr als 280 Kilometern, davon entfallen 92 Kilometer auf Mittelspannungs- und gut 188 Kilometer auf Niederspannungsleitungen. Der Anteil von Erdkabeln erreicht bei diesen Systemen inzwischen bereits 88 Prozent beziehungsweise 82,8 Prozent.
Für einen störungsfreien und anforderungsgerechten laufenden Betrieb unterhält die Netze BW GmbH im Stadtgebiet 83 Ortsnetzstationen, über die 4.455 Hausanschlüsse beliefert werden (Stand 2023). Die Ausfallzeit über alle Östringer Netzkunden hinweg gesehen gab Regionalmanager Parstorfer bei seinem Bericht an den Gemeinderat jetzt für 2024 mit 9,1 Minuten pro Jahr an. Zum Vergleich – der entsprechende Wert lag 2023 in Deutschland bei 12,8 Minuten, in Frankreich (2021) bei 56 Minuten und in den Vereinigten Staaten (2023) bei 342 Minuten.
2024 leistete die Netze BW GmbH an die Stadt Östringen eine Konzessionsabgabe in Höhe von gut 365.000 Euro.
br.







