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Neue Aktualität durch den Krieg in der Ukraine
Gedenkfeiern zum Volkstrauertag in allen Stadtteilen
In Östringen stand dieses Jahr bei den in allen Stadtteilen angesetzten traditionellen Veranstaltungen zum Volkstrauertag naturgemäß der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine im besonderen Fokus. Bei seiner Ansprache auf dem Friedhof der Kernstadt führte Bürgermeister Felix Geider dem Publikum anhand eines Textes der Schriftstellerin und Verlegerin Kateryna Mishchenko über die Erfahrungen einer jungen Frau aus Kiew eindrücklich vor Augen, wie schnell der Schrecken eines Krieges menschliches Leid bewirkt, staatliche Strukturen auflöst und gesellschaftliche Stabilität nachhaltig zerrüttet.
Nach den Worten des Östringer Stadtoberhaupts sei es unter dem Eindruck der schrecklichen Erfahrungen zweiter Weltkriege über Generationen das fundamentale Ziel und Hoffnung europäischer Einigungsbemühungen gewesen, dass es nie wieder zu einem Krieg auf dem Kontinent komme. „Spätestens seit Anfang 2022 ist diese Hoffnung zerbrochen und zunichte“, sagte Geider und rückte in den Blick seiner Zuhörerschaft, dass hinter anonymen Statistiken zu Kriegsopfern und Flüchtenden stets zigtausende leidvolle Einzelschicksale von Menschen mit einer an sich unverlierbaren und unantastbaren Würde stehen. Vom Volkstrauertag als gemeinsamem Tag des Erinnerns und Trauerns müsse insoweit nach den Worten des Bürgermeisters gerade in diesem Jahr ein wichtiger Anstoß ausgehen, wieder entschlossener an der Versöhnung und Verständigung der Völker zu arbeiten.
Ergänzt und noch verstärkt wurde Geiders Appell durch Redebeiträge von Schülerinnen und Schülern des Leibniz-Gymnasiums sowie der Thomas-Morus-Realschule, die das Publikum ebenfalls dazu einluden, über den Frieden in Europa neu nachzudenken.
Musikalisch wirkungsvoll umrahmt wurde die Veranstaltung, bei der eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr am Mahnmal der Gefallenen und Kriegsopfer einen Kranz niederlegte, von Beiträgen des Cäcilienchors und des Musikvereins.
br.








